Bayerischer Landtag

27.11.2009 - Landtagspräsidentin Barbara Stamm verleiht 48 Verfassungsmedaillen in Gold und Silber

Landtagspräsidentin Barbara Stamm hat heute im Rahmen einer Feierstunde im Maximilianeum 48 Persönlichkeiten mit der Bayerischen Verfassungsmedaille ausgezeichnet. 13 Geehrte erhielten die Verfassungsmedaille in Gold, an 35 ging die Auszeichnung in Silber.

Bild: Die Bayerische Verfassung als Zeichen der öffentlichen Anerkennung: Landtagspräsidentin Barbara Stamm während ihrer Ansprache zur Feierstunde. | Foto: Rolf Poss
Die Bayerische Verfassung als Zeichen der öffentlichen Anerkennung: Landtagspräsidentin Barbara Stamm während ihrer Ansprache zur Feierstunde. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Die Bayerische Verfassungsmedaille wurde heuer zum 48. Mal verliehen. Am 1. Dezember 1961 hatte sie der damalige Landtagspräsident Rudolf Hanauer gestiftet, um Bürgerinnen und Bürger zu ehren, die sich in besonderer Weise um die Bayerische Verfassung verdient gemacht haben.

„Unsere Bayerische Verfassung verlangt die aktive, die engagierte Bürgerschaft“, betonte Landtagspräsidentin Barbara Stamm in der Feierstunde. „Der Staat kann nur den äußeren rechtlichen Rahmen vorgeben. Aber das, was die nüchternen Verfassungsbestimmungen mit Leben erfüllt und was letztlich die Lebensqualität in unserem Freistaat Bayern ausmacht, hängt in hohem Maße vom Engagement und vom Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger ab“, sagte die Landtagspräsidentin.

Bild: Das Thema Föderalismus beleuchtete Edda Huther, die frühere Präsidentin des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes. | Foto: Rolf Poss
Das Thema Föderalismus beleuchtete Edda Huther, die frühere Präsidentin des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Engagement für Bayern und seine Verfassung

So vielfältig wie das gesellschaftliche Leben in Bayern ist, so breit gestreut seien auch die Felder für gelebten Bürgersinn. Das Engagement für Bayern und seine Verfassung sei überall möglich, erklärte Barbara Stamm – in der Politik, in den Kirchen und Religionsgemeinschaften, auf dem sozialen Sektor, in Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur, im journalistischen Bereich, in der Wirtschaft, im Umwelt- und Naturschutz und in den Familien.

Dr. Berndt Jäger, stellvertretender Direktor des Bayerischen Landtags, trug anschließend die Laudationes der geehrten Persönlichkeiten vor mehr(Dokument vorlesen)

Zuvor hatte Edda Huther, die frühere Präsidentin des Bayerischen Verfassungsgerichtshofes, die Festrede gehalten. Das komplexe Thema „Der Föderalismus zwanzig Jahre nach Mauerfall und Wiedervereinigung“ beleuchtete sie aus verschiedenen Perspektiven und betonte insbesondere die Schlüsselrolle starker Landesparlamente für die Festigung des Föderalismus. „Die Verfassungsgerichte haben immer wieder die Stellung der Parlamente gegenüber der Exekutive gestärkt“, erklärte die Verfassungsrechtlerin. Aber auch die Parlamente selbst könnten und müssten ihre Position im Staatsgefüge selbstbewusster verteidigen.

Bild: Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit dem Streichquartett des Gymnasiums bei St. Stephan in Augsburg (v.l.): Christoph Worm, Maximilian Moll, Benedikt Ott und Maximilian Geirhos. | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit dem Streichquartett des Gymnasiums bei St. Stephan in Augsburg (v.l.): Christoph Worm, Maximilian Moll, Benedikt Ott und Maximilian Geirhos. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Die Feierstunde wurde musikalisch umrahmt vom Streichquartett des Gymnasiums bei St. Stephan in Augsburg. Christoph Worm (1. Violine), Maximilian Moll (2. Violine), Benedikt Ott (Viola) und Maximilian Geirhos (Violoncello) interpretierten dabei eindrucksvoll Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Felix Mendelssohn Bartholdy, Ludwig van Beethoven und Joseph Haydn. /kh

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