Bayerischer Landtag

28.06.2010 - 1. Tag der Gesundheitsregionen im Bayerischen Landtag: Bayern will die Gesundheitswirtschaft stärken und vernetzen

Bild: Der „1. Tag der Gesundheitsregionen“ im Bayerischen Landtag stieß auf großes Interesse. Die Teilnehmer stellten ihr vielfältiges Angebot vor und diskutierten Strategien für die Zukunft. | Foto: Rolf Poss
Der „1. Tag der Gesundheitsregionen“ im Bayerischen Landtag stieß auf großes Interesse. Die Teilnehmer stellten ihr vielfältiges Angebot vor und diskutierten Strategien für die Zukunft. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

In Bayern existieren 20 Gesundheitsregionen. Hier haben sich Krankenhäuser, Ärzte, Kurbäder, Pflegedienste, Apotheker, Krankenkassen und Forschungseinrichtungen zu Netzwerken zusammengeschlossen. Der Freistaat Bayern will sie in Zukunft stärker unterstützen, damit sie sich auf dem nationalen und internationalen Markt besser positionieren können. „Die Gesundheitswirtschaft wurde bisher unterschätzt, weil sie nur unter dem Blickwinkel Kosten und Belastung gesehen wurde. Gesundheit bedeutet aber auch Lebensquelle“, betonten Landtagspräsidentin Barbara Stamm und der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder am 28. Juni 2010 beim „1. Tag der Gesundheitsregionen“ im Bayerischen Landtag.

Alle 20 Gesundheitsregionen in Bayern nutzten die Chance, sich und ihr Angebot zu präsentieren. Die Teilnehmer diskutierten am runden Tisch Möglichkeiten, sich besser zu vernetzen und ihre Stärken auszubauen. Noch mehr Qualität heißt das Ziel. Der Freistaat Bayern hilft ihnen auf diesem Weg, versprach Gesundheitsminister Markus Söder. Er kündigte einen „Atlas der bayerischen Gesundheitsregionen“ an, der als Online-Version mit interaktiven Karten ab Ende 2011 verfügbar sein soll. In- und ausländische Patienten können sich dann im Internet einen Überblick über das medizinische Behandlungsangebot in Bayern verschaffen. Eine eigene Gesundheitsagentur soll die Profilbildung voranbringen. Außerdem ist ein bundesweit einmaliges Siegel „Gesundheitsregion Bayern“ geplant, das für Qualität bürgt und damit bei den Patienten Vertrauen schafft. Im Nachtragshaushalt des Bayerischen Gesundheitsministeriums sind erstmals 250 000 Euro ausgewiesen, um den Gesundheitsstandort Bayern zu stärken.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm hatte den „1. Tag der Gesundheitsregionen“ im Maximilianeum initiiert, um auf die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft in Bayern hinzuweisen. Dieser Wirtschaftszweig stellt heute bereits 800 000 Arbeitsplätze und verzeichnet einen Jahresumsatz von 40 Milliarden Euro bei einer Wachstumsrate von fünf Prozent. Die demographische Entwicklung begünstigt diesen Trend und bietet vor allem den Regionen eine Chance, in denen die Industrie und das produzierende Gewerbe nicht im Vordergrund stehen. „Der Bayerische Landtag hat das Thema schon 2008 in einer Anhörung aufgegriffen“, berichtete Barbara Stamm und versicherte: „Wir werden auch in Zukunft dabei sein, wenn es darum geht, weitere Impulse zu geben.“hw

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