Bayerischer Landtag

31.01.2013 - Togos Premierminister auf Stippvisite in Bayern

Landtagspräsidentin Barbara Stamm begrüßt Kwesi Ahoomey-Zunu im Maximilianeum.

Bild: Togos Premierminister Kwesi Ahoomey-Zunu mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm. | Foto: Rolf Poss
Togos Premierminister Kwesi Ahoomey-Zunu mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Traditionell sind die Beziehungen zwischen Bayern und Togo sehr eng und freundschaftlich, das betonte Kwesi Ahoomey-Zunu, der seit dem Sommer 2012 Premier der westafrikanischen Republik Togo ist. Deswegen hatte er sich trotz eines sehr engen Terminkalenders bei seiner Europareise Zeit für den Freistaat genommen und den Landtag besucht.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm betonte, die Beziehungen seien nicht nur eng, sondern auch immer herzlich gewesen, dies habe sie über die Jahrzehnte selbst beobachten können. Ahoomey-Zunu dankte im Namen der Bevölkerung Togos für die Unterstützung aus Bayern und regte eine noch intensivere Zusammenarbeit an. Die wirtschaftliche und politische Situation in Togo verbessere sich beständig. Dennoch stünde das Land vor großen Herausforderungen: die Infrastruktur muss weiter ausgebaut werden, insbesondere der Hafen der Hauptstadt Lomé. Zudem wolle Togo vermehrt auf erneuerbare Energieformen setzen und auch die Versorgung mit Trinkwasser guter Qualität sei immer noch ein Thema.

Besonders am Herzen, so sagte der Premier, läge ihm die Verringerung der Arbeitslosigkeit und die Bekämpfung der Armut. Beides hänge eng miteinander zusammen, stimmte ihm die Landtagspräsidentin zu und verwies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Bildung. Befragt, in welchem konkreten Fall Bayern Togo unterstützen könne, nannte Ahoomey-Zunu ein Projekt der Tropeninstitute der bayerischen Universitäten. Diese unterstützen Togo seit Jahren tatkräftig beim Kampf gegen Lepra und die heimtückosche Infektionskrankheit Buruli-Ulkus. Doch die Finanzierung durch EU-Fördermittel laufe aus, wie und ob das Projekt dann fortgesetzt werden könne, sei ungewiss. Barbara Stamm versprach sich zu informieren, ob es Möglichkeiten gäbe, dieses wichtige Projekt weiter fortführen zu können. Beunruhigt zeigte sich die Landtagspräsidentin von der politischen Entwicklung in Mali, das nur durch Burkina Faso von Togo getrennt sei. Ahoomey-Zunu teilte die Sorgen und bezeichnete die kriegerischen Auseinandersetzungen dort als „klaren Rückschlag für die demokratische Entwicklung in der gesamten Region“. Auch Togo beteiligt sich mit Truppen an der Friedensmission dort, denn, das stellte der Premier klar: „Stabilität und Frieden für Mali geht uns alle an“.

Togo, das betonte Ahoomey-Zunu aber, sei ein sicheres Land und erhoffe sich einen Zuwachs der Touristenzahlen, gerade aus Deutschland. Er lud die Landtagpräsidentin ein, sich bei einem Besuch ein Bild vor Ort zu machen. „In dieser Wahlperiode wird es leider nicht mehr klappen“, bedauerte Barbara Stamm. Der Premier blieb unbeirrt und war sich sicher: „Eines Tages werden Sie uns besuchen!“ /zg

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