Bayerischer Landtag

Besuch unter Freunden

US-Generalkonsulin Meghan Gregonis traf sich mit Landtagspräsidentin Ilse Aigner

Landtagspräsidentin Ilse Aigner begrüßt US-Generalkonsulin Meghan Gregonis | Bildarchiv Bayerischer Landtag
Im Rahmen eines Mittagessens tauschten sich Landtagspräsidentin Ilse Aigner (li.) und US-Generalkonsulin Meghan Gregonis (re.) aus | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Ein drohender US-Handelskrieg mit China, Strafzölle auf deutsche Einfuhren: Auch unter Freunden gibt es durchaus komplizierte Themen. „Aber unsere Freundschaft ist eine sehr lange, sehr tiefe“, betonte US-Generalkonsulin Meghan Gregonis bei ihrem Besuch im Maximilianeum, „und diese Freundschaft trägt, dass man Probleme, die man miteinander hat, auch offen und fair diskutiert.“

Zuvor hatte Landtagspräsidentin Ilse Aigner das Thema Strafzölle angesprochen: „BMW hat sein größtes Werk in den USA. Dort wurden rund 70.000 Arbeitsplätze für Amerikaner geschaffen. Freier Handel ist wichtig für die Wirtschaft weltweit, auch für die US-amerikanische. Weil sich so auch deutsche Unternehmen in den USA engagieren können.“

Die Diplomatin und die Landtagspräsidenten unterhielten sich sehr angeregt über Frauen in der Politik. Da gibt es auf beiden Seiten des Atlantiks gute Beispiele - aber auch einen großen Nachholbedarf. Ilse Aigner lud Meghan Gregonis ein, bei einem vom Landtag geplanten Workshop im Oktober dabei zu sein. Gastgeberin und Gast waren sich darin einig, dass man mehr Frauen für die Politik begeistern müsse. Nicht nur für vermeintlich „weibliche“ Themen wie Familie- und Sozialpolitik, sondern auch für „harte“ Themen wie Sicherheits-, Außen- oder Innenpolitik.

Meghan Gregonis wollte auch wissen, wie sich die Arbeit im bayerischen Parlament – nach dem Einzug zwei weiterer Fraktionen – gestaltet. „Uns ist es wichtig, in der Kommunikation transparent die Vorgänge im Landtag darzustellen. Wir müssen stärker als bisher Demokratie erklären. Das ist in Zeiten von gezielten Fake News und Manipulationen in sozialen Netzwerken eine wichtige Herausforderung“, so Ilse Aigner.

Seit Juli vergangenen Jahres ist die Generalkonsulin in München tätig. Vorher war sie auf Stationen in Jerusalem, Bagdad, Riad und Islamabad. „München ist ein Traumjob“, sagt sie. Und meint damit nicht nur die politische Herausforderung: Gregonis liebt es, mit dem Mountainbike die bayerische Bergwelt zu erkunden. (EM)

Seitenanfang