Bayerischer Landtag

Mehr Frauen für die Politik gewinnen

Landtagspräsidentin Aigner zu Gast bei Tagung der bayerischen Bürgermeisterinnen

Landtagspräsidentin Ilse Aigner rief anlässlich einer Tagung der bayerischen Bürgermeisterinnen in Starnberg zur Stärkung von Netzwerken unter den Frauen in der Politik auf. „Sie wissen, wie es geht. Bitte geben Sie Ihre in den Stadt- und Gemeinderäten erworbenen Werkzeuge an andere Frauen weiter“,  bat Aigner die rund 40 Bürgermeisterinnen aus Bayern und Nord- und Südtirol, die der Bayerische Gemeindtag eingeladen hatte. Die Präsidentin referierte zum Thema "Zu wenig Frauen in der Politik - ein Demokratiedefizit?".

Wie im Bayerischen Landtag, in dem der Frauenanteil bei rund 27 Prozent liege, sei auch bei Bürgermeisterinnen noch „Luft nach oben“. Im Freistaat seien nur drei der 25 Oberbürgermeister Frauen, also  zwölf Prozent. „Bei den Landräten sind es vier von 71 und damit noch weniger, nur 5, 6 Prozent“, sagte Landtagspräsidentin Aigner. Sie betonte, dass die politische Repräsentanz von Frauen nicht erzwungen werden kann, sondern von unten „wachsen“ müsse. Klar sei, dass sich nicht die Frauen ändern sollten,  sondern die Parteien attraktiver, ihre Terminsetzungen familienfreundlicher und ihre Veranstaltungsformate besser werden müssten. „Programmatik, Ton und Stil kommen hinzu, auch das muss für Frauen anders gestaltet werden“, so Aigner.

Zum Thema "Zu wenig Frauen in der Politik - ein Demokratiedefizit?" war Landtagspräsidentin Aigner bei der Tagung der Bürgermeisterinnen in Starnberg eingeladen. | Bildarchiv Bayerischer Landtag
Landtagspräsidentin Ilse Aigner diskutierte mit den rund 40 Bürgermeisterinnen aus Bayern, Tirol und Südtirol, wie mehr Frauen für die Politik gewonnen werden können. | Bildarchiv Bayerischer Landtag
Cornelia Hesse, Direktorin beim Bayerischen Gemeindtag (re.), begrüßt Landtagspräsidentin Ilse Aigner in Starnberg. | Bildarchiv Bayerischer Landtag
 
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