Bayerischer Landtag

13.02.2017 - Barbara Stamm: Grußwort zum Festakt 30 Jahre Fastnacht in Franken

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, lieber Horst,
sehr geehrter Herr Präsident, lieber Bernhard,
meine sehr geehrten Damen und Herren!

Dass ein Oberbayer heute hier in Veitshöchheim für unsere „Fastnacht in Franken“ die Festrede hält, ist ja schon etwas gewöhnungsbedürftig.

Aber, weil Du es bist, lieber Horst, wollen wir noch einmal ein Auge zudrücken und eine Ausnahme machen – Du darfst sozusagen die „Altneihauser Feierwehrkapelln“ unter den Politikern sein.
Dass Du den nötigen Sinn für Humor hast, das hast Du ja immer wieder bewiesen.

Trotzdem will ich es mir nicht nehmen lassen, auch ein kurzes Grußwort zu sprechen. Immerhin bin ich doch eine stolze „Närrin der ersten Stunde“ und der fränkischen Fastnacht seit dieser Zeit von ganzem Herzen verbunden!

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Anfänge 1987. Bereits damals war die erste Übertragung der „Fastnacht in Franken“ ein voller Erfolg.

Seit damals ist die Sendung nach und nach zum Quotenschlager geworden. Inzwischen bricht sie einen Zuschauer-Rekord nach dem anderen. Da erblasst so manche andere Sendung aus München vor Neid.

Anrede
Die Einschaltquoten und die große Bekanntheit der Fastnacht in Franken sind natürlich sehr erfreulich.

Was für mich aber viel wichtiger als die Quote ist, das sind die Menschen, die hinter der „Fastnacht in Franken“ stehen:
•    Da denke ich zunächst natürlich an Dich, lieber Bernhard: Du bist seit 14 Jahren Präsident des Fastnachtsverbands und hast Dich der Fastnacht in Franken mit Leib und Seele verschrieben. Ohne Dich wäre das alles hier so nicht möglich!
Aber einer alleine kann natürlich nichts erreichen. „Fastnacht in Franken“ – das sind zahllose Aktive auf und hinter der Bühne:
•    Da sind all diejenigen, die die Zuschauer hier jedes Jahr mit wunderbarem Humor und geistreichen Witzen zum Lachen bringen – ohne dabei verletzend zu werden!
•    Oder auch die Garden und Tanzvereine, die einem oft genug den Atem stocken lassen.
•    Und da sind die Menschen hinter den Kulissen. Denn was auf den ersten Blick so nach „leichter Unterhaltung“ aussieht, erfordert unglaublich viel Arbeit, Engagement und Vorbereitung.
•    Und deshalb denke ich heute auch an all die Faschingsbegeisterten in ganz Franken, die sich seit Jahren und Jahrzehnten in den verschiedensten Fastnachtsvereinen ehrenamtlich engagieren. Die das ganze Jahr über am Werk sind: Vereinssitzungen bestreiten, Kostüme nähen, Tänze einstudieren, Fastnachtswägen gestalten und die – das finde ich besonders schön – dabei auch die jungen Leute mit ins Boot holen.

Und das sollte man immer sehen: Ohne dieses breite Engagement in den Vereinen wäre auch die Sendung „Fastnacht in Franken“ nicht möglich. Umso schöner ist es, dass diese Mühe mit dem wirklich beeindruckenden Erfolg der Fernseh-Übertragung seit 30 Jahren eine so große Bühne erhält.

Mit ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer Kreativität bewegen diese Menschen gemeinsam unheimlich viel. Und sie tragen zu etwas ganz Wichtigem bei, nämlich dazu, dass hier eine wunderbare Tradition immer wieder mit Leben gefüllt wird.
Deshalb ist die „Fastnacht in Franken“ – nicht nur für mich, sondern für ganz ganz viele Menschen – ein Stück Heimat.
Denn wenn man gemeinsam etwas auf die Beine stellt, miteinander fröhlich ist und lacht, dann verbindet das die Menschen. Und wie wichtig eine solche Verbundenheit gerade in dieser Zeit ist, das muss man – glaube ich – nicht extra betonen.
Insofern möchte ich mich bei allen, die ihre Energie und ihr Herzblut in die fränkische Fastnacht stecken, ganz herzlich bedanken. Sie leisten wirklich Großartiges und ich freue mich auf die nächsten 30 Jahre Fastnacht in Franken!

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