Bayerischer Landtag

Barbara Stamm: Grußwort zur Wiedereröffnung der Bibliothek

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrter Herr Amtschef, lieber Herr Worm,
sehr geehrter Herr Pfeufer,
sehr geehrte Frau Frank,
sehr geehrter Herr Friker,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staatlichen Bauamts und des Landtagsamts!

Zusammen mit dem Ersten Vizepräsidenten Reinhold Bocklet und den weiteren Präsidiumsmitgliedern Frau Kollegin Reserl Sem sowie den Kollegen Hans Herold und Prof. Dr. Peter Paul Gantzer begrüße ich Sie alle ganz herzlich.

Mein besonderer Gruß gilt dem stellvertretenden Vorsitzenden des Bayerischen Bibliotheksverbands, unserem ehemaligen Kollegen Prof. Dr. Walter Eykmann.

Ich freue mich sehr darüber, dass wir heute zusammen unsere Landtagsbibliothek offiziell wiedereröffnen können. In gut einem halben Jahr hat sie - der Umbau ist in einer kleinen Ausstellung draußen dokumentiert - ein völlig neues Gesicht bekommen. Geschmackvoll gestaltet und architektonisch durchdacht, reiht sie sich nun nahtlos ein in die Folge neu gestalteter Räume im Altbau des Maximilianeums.

Und ich denke, man kann sagen: Hier ist etwas entstanden, das zum Betreten und zum Verweilen einlädt. Der Flur, der zu ihr führt, ist hell erleuchtet und öffnet den Blick zum Fenster an ihrem Ende.

So wie diese Sicht-Achse ermöglicht auch die Bibliothek in gewisser Weise Einblick und Durchblick. Und den behält nur, wer auch jenseits der Schlagzeilen nach überprüfbaren Informationen sucht. Hier ist der geeignete Ort dazu.

Mein Dank gilt den Verantwortlichen des Staatlichen Bauamts München 2, insbesondere Herrn Pfeufer, Herrn Dr. Lackner und Herrn Weber.

Ebenso danke ich

•    den Architekten Frau Frank und Herrn Friker
•    unserem Amtschef, Herrn Worm
•    der Projektleiterin hier im Haus, Frau Wagner
•    dem Leiter des Referats Bibliothek, Dokumentation, Archiv, Herrn Dr. Nadler
•    und allen, die an der Planung und der Durchführung des Projekts beteiligt waren.

Danken möchte ich aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bibliothek, die während der Bauphase diverse Unannehmlichkeiten und Provisorien klaglos ertragen haben.

Vielleicht ist manches im Rückblick auch gar nicht so schlimm gewesen. Das Resultat kann sich jedenfalls sehen lassen - auch in Gestalt neuer Büros und verbesserter Arbeitsbedingungen.

In meinen Augen gehört eine gut gepflegte Bibliothek mit zur optimalen Ausstattung von uns Abgeordneten. Sie ist unser Portal zu verlässlichen Informationen - ganz klassisch in gedruckter Form oder auch hochmodern auf mobilen Endgeräten.

Hier, in diesem freundlichen Raum, kann man sich umfassend imformieren, aber auch sammeln, sich in den Lesebereich zurückziehen oder einfach einmal für eine Zeit lang unbeobachtet sein.

Sogar ein Leseangebot für Kinder gibt es - für unsere Minimaxis sozusagen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

mit Bibliothek verbindet man natürlich immer auch Literatur. Und mit Literatur - wir sind ja schließlich in Deutschland - vor allem Goethe. Er hat einmal gesagt: „Ich will lieber eine Ungerechtigkeit begehen, als Unordnung ertragen.“

Nun, als Politikerin kann ich das natürlich nicht hundertprozentig unterschreiben. Aber im Bibliotheks- und Archivwesen kommt es der Wahrheit schon sehr nahe. Bibliothekare und Archivare finden nun einmal gern, was sie suchen. Und gegen die Fülle des Wissens gibt es nur ein Mittel, nämlich Ordnung.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unsere Informationsprofis, wie ich sie nennen möchte, schaffen diese Ordnung: kompetent, zuverlässig und freundlich. Wer sich hier an der „Info“ schon einmal Rat geholt hat, weiß das.

Und er weiß eine gut bestückte Bibliothek zu schätzen. Die hatten wir zwar auch schon vorher. Aber jetzt ist sie richtig schön geworden. Sie hat Stil. Die warmen Holztöne wirken sehr einladend. Deshalb wollen wir künftig auch Gäste zu Buchpräsentationen hier in der Bibliothek begrüßen.

Auch die Technik ist vom Feinsten. Man kann sich, wenn man will, drahtlos ins Internet einwählen. Einen großen Bildschirm zum Mitverfolgen des Plenums gibt’s natürlich auch. Und für ein angenehmes Raumklima - Licht, Luft, Wärme - ist ebenfalls gesorgt.

Der Zeitungslesebereich ist sogar rund um die Uhr geöffnet.

Doch Vorsicht! Die Bibliothek selbst darf nach Dienstschluss nicht mehr betreten werden. Sonst wird Alarm an der Ostpforte ausgelöst.

Wer also kein unnötiges Aufsehen machen will, sollte sich, außer an Plenartagen, nach halb fünf aufs Zeitunglesen beschränken.

Soviel zu den unerbittlichen Aspekten einer sonst sehr offenen und freundlichen Bibliothek.

Sehr geehrte Gäste,

halb fünf ist es heut‘ noch lange nicht. Und so darf ich Sie im Anschluss zu einem kleinen Empfang hier in diesem schönen Raum und draußen im Flur bitten.

Sehen Sie sich um, informieren Sie sich und kommen Sie vor allen Dingen in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren wieder!

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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