Bayerischer Landtag

15.07.2013 - Barbara Stamm: Eröffnung der Ausstellung „Frauen in Franken“

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
sehr geehrte, liebe Frau Seehofer,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

gemeinsam mit dem Herrn Vizepräsidenten Jörg Rohde darf ich Sie alle herzlich hier im Maximilianeum begrüßen. Es freut mich, dass Sie trotz der relativ kurzfristigen Vor-Verschiebung so zahlreich gekommen sind.

Ein besonders herzliches „Grüß Gott“ gilt:
• Den Kolleginnen und Kollegen aus dem Bayerischen Landtag – insbesondere die Franken lassen sich diesen Termin natürlich nicht entgehen. Ich begrüße stellvertretend für alle den Vorsitzenden der FDP-Fraktion, Thomas Hacker sowie den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Karl Freller, der die CSU-Fraktion vertritt [evtl. weitere Abgeordnete siehe Liste]
• Ebenfalls sehr herzlich begrüße ich den Präsidenten des Bezirkstags Mittelfranken, Herrn Richard Bartsch, sowie den ehemaligen Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Herrn Dr. Ingo Friedrich.
• Ein herzliches Willkommen gilt außerdem den Damen und Herren des konsularischen Korps, den Vertreterinnen und Vertretern der Presse sowie natürlich unserem Hausherrn hier im Maximilianeum, Herrn Hanspeter Beißer.
• Besonders begrüßen möchte ich natürlich auch noch drei Damen, die für die Konzeption und Durchführung der Ausstellung maßgeblich verantwortlich sind: Das sind die mittelfränkische Bezirksheimatpflegerin Frau Dr. Kluxen, ihre Stellvertreterin Julia Krieger sowie die Ausstellungsmacherin Monika Dreykorn.
• Ebenso herzlich willkommen heiße ich die Musiker der Gruppe „boXgalopp“ um David Saam, die uns heute Nachmittag musikalisch begleiten. Herzlichen Dank dafür!

Anrede
Es sind „viele Mosaiksteinchen“, die zusammen das „vielfarbig schillernde Bild Frankens“ ergeben. Nicht nur für manchen Altbayern ist dieses Schillern manchmal eine echte Herausforderung!

Der Blickwinkel der Ausstellung „Frauen in Franken“ ist deshalb genau richtig gewählt: Wenn man ein großes Thema verstehen will, ist es gut, wenn man sich im Kleinen nähert!

Das Wort „klein“ führt dabei allerdings ein wenig in die Irre. Denn es sind ausnahmslos bemerkenswerte Frauen-Biographien, die uns die Ausstellung zeigt. Wie sah das Leben einer mittelalterlichern Kaiserin aus? Und wie das einer ganz einfachen Frau? Welche Möglichkeiten hatten Frauen über die Jahrhunderte hinweg, aktiv zu werden? So wenig, wie wir heute pauschale Aussagen über „die“ Frauen treffen können, so wenig ist das im Rückblick möglich. Aber der Blick auf einzelne Biographien bringt ein bisschen Licht ins Dunkel – und er ermöglicht eine spannende Zeitreise.

Manches, was wir in der Ausstellung lesen, erscheint uns völlig unvorstellbar. Die Nürnberger Malordnung erlaubte es zum Beispiel den Frauen im 17. Jahrhundert nicht, mit Ölfarbe auf Leinwand zu malen – den weiblichen Künstlerinnen waren ausschließlich Kleinformate und nur bestimmte Farben gestattet.
Viele Jahre waren Frauen auch im persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Bereich mit heute schier unglaublichen Verboten konfrontiert. Die Mitgliedschaft in politischen Vereinen etwa war lange Zeit völlig undenkbar.

Gleichzeitig waren Frauen schon immer unverzichtbar eingebunden – und fanden auch immer wieder Möglichkeiten, die vorhandenen Grenzen zu sprengen. Manchmal im Großen, und manchmal im Kleinen. Und trotz der Gleichberechtigung, die wir heute erreicht haben, ist dieses „Grenzen sprengen“ noch immer manchmal notwendig. Und noch immer sind es gerade auch fränkische Frauen, die hier aktiv sind!

Anrede
Einige dieser Frauen sind heute hier bei uns – denn heute sind nicht nur besondere fränkische Frauen der Vergangenheit, sondern auch interessante Frauen der Gegenwart anwesend. Zum einen natürlich unter den Gästen – und zum anderen darf ich Sie gerne auf die Künstlerinnen und Handwerkerinnen hinweisen, die uns ihr Können zeigen und die ich ganz herzlich begrüße. Sie repräsentieren nicht nur heute und nicht nur hier in ganz wunderbarer Art und Weise Franken und die fränkischen Frauen – ebenso wie die fränkische Weinkönigin Marlene Wunderlich und die Apfelkönigin Carolin Güntner, die ich bei dieser Gelegenheit ebenfalls herzlich begrüßen möchte. Wir haben heute natürlich ausschließlich fränkische Köstlichkeiten gewählt.
Ein herzliches Willkommen gilt außerdem den Trachtengruppen des Trachtenverbands Mittelfranken der Heimat- und Volkstrachtenvereine e.V. – zusätzlich zu den Trachtenpuppen, die in der Ausstellung zu sehen sind, zeigen Sie uns heute fränkische Tracht auch noch ganz lebendig!

Liebe Gäste,
unter diesen Voraussetzungen kann die Ausstellung nur ein Gewinn sein! Es freut mich besonders, dass die Ausstellung, die ihren Anfang 2012 in Mittelfranken genommen hat, jetzt in Oberbayern ihren vorläufigen Abschluss findet. Es war uns, sehr geehrter Herr Bezirkstagspräsident, letztes Jahr beim „Tag der Franken“ in Schwabach ein gemeinsames Anliegen, diese wunderbare Ausstellung auch nach München zu bringen. Und ich denke, dass gerade das Maximilianeum dafür der beste Ort ist: Hier werden schließlich immer mal wieder kleine Sticheleien zwischen den Franken und den Altbayern ausgetauscht. Heute ist für alle Altbayern die beste Gelegenheit, um uns Franken – zumindest uns fränkische Frauen – endgültig ins Herz zu schließen!

Anrede
Die Ausstellung ist seit Anfang des Monats und noch bis zum 19. Juli hier im Landtag zu sehen – das sind zwar nur noch einige wenige Tage, aber es sind Tage, an denen noch einmal zahlreiche Besucherinnen und Besucher hier im Haus sein werden. Ihnen allen, die noch einen Blick auf die Ausstellung werfen werden, wünsche ich eine spannende „Zeitreise“ und darf das Wort nun an den Ministerpräsidenten übergeben.

 

 

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