Bayerischer Landtag

04.02.2015 - Barbara Stamm anlässlich der Verleihung des Kurfürst-Karl-Theodor-Preises

Wir erleben heute eine Premiere: Der Bund der Pfalzfreunde verleiht erstmals den neu ausgelobten Kurfürst-Karl-Theodor-Preis. Mit ihm werden künftig herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten aus dem Bereich der geisteswissenschaftlichen Fächer mit Bezug zu Bayern und der Pfalz ausgezeichnet.

Die Wahl des Ortes für diese Feierstunde könnte passender nicht sein.  Wie Kurfürst Karl Theodor war auch König Maximilian der Zweite ein großer Förderer von Wissenschaft und Kunst. Auf die Verdienste Maximilians als Stifter muss ich nicht hinweisen, Ihnen allen werden sie bestens bewusst sein.
Das Bild Karl Theodors war lange Zeit überschattet von seinem Machtstreben, das nicht immer nur seinem Land zu dienen schien, sondern auch dem eigenen Vorteil.

Inzwischen wird der Kurfürst aber durchaus in einem anderen Licht gesehen. Seine Verdienste um Wissenschaft und Kunst rücken in den Vordergrund. Ein nach ihm benannter Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird seine Bedeutung auf diesem Feld unterstreichen.

Darüber hinaus steht Karl Theodor für die Zusammenführung der beiden wittelsbachischen Gebiete, auch wenn er von dem Zugewinn zunächst wenig begeistert war. Die Verbindung hielt jedenfalls lange Zeit. Auch das spricht für ihn als Namensgeber.

Seit dem Jahr 1214 gab es Beziehungen zwischen Bayern und der Pfalz am Rhein. Hier im Maximilianeum wurde ja im vergangenen Frühjahr mit einer Tagung dieses 800jährigen Jubiläums gedacht.

Mit der heutigen Preisverleihung leistet der Bund der Pfalzfreunde einen weiteren wichtigen Beitrag zur Vertiefung der bayerisch-pfälzischen Verbundenheit. Die entscheidende Leistung kommt dabei vom Preisträger, der sich mit „der Kur-Übertragung auf Bayern und deren rechtlichen und politischen Problemen“ beschäftigt hat.

Goethe hat einmal festgestellt: Das Beste, was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den sie erregt.

Genau diese Begeisterung spüren wir auch bei den Historikern, die heute an unseren Universitäten forschen und lehren. Mit Neugier und Spürsinn heben sie die Schätze unserer Vergangenheit, um sie für die Zukunft zu bewahren. Ich bin mir sicher, dass dieser Preis hoffnungsvolle Nachwuchstalente anspornen und für ihre weitere wertvolle Arbeit motivieren wird.

Ich begrüße Sie alle hier im Lesesaal des Maximilianeums zu diesem überaus erfreulichen Anlass.
Ein herzliches Willkommen sage ich den Mitgliedern und dem Vorstand des Bundes der Pfalzfreunde.
Und es ist mir eine besondere Freude, dass ich unter Ihnen den ehemaligen Kollegen aus dem Bayerischen Landtag und jetzigen Ehrenamts-Botschafter der Bayerischen Staatsregierung, Herrn Staatssekretär a.D. Markus Sackmann begrüßen darf. Lieber Markus, schön dass Du heute da bist.

Ein herzliches Grüßgott auch unserem ehemaligen Erzbischof, Herrn Kardinal Wetter. Eminenz, es freut mich sehr, dass ich Sie bei uns willkommen heißen darf.

Ich begrüße die ehemalige Kollegin aus dem Bayerischen Landtag, Frau Staatsministerin a.D. und jetzige Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung, Frau Professorin Ursula Männle sowie Seine Königliche Hoheit, Christoph Prinz von Bayern, der bei der heutigen Veranstaltung das Haus Wittelsbach vertritt.

Ein herzliches Willkommen sage ich auch dem Amtschef unseres Hauses, Herrn Peter Worm.

Mein besonderer Gruß gilt Herrn Professor Kramer, der uns im Anschluss mit einem Vortrag zum Thema „Kurfürst Karl Theodor als Förderer der Wissenschaft und Künste“ den Namensgeber des Preises näherbringen wird sowie

Frau Professorin Daniela Neri-Ultsch, die die Laudatio auf den Preisträger halten wird.

Und ganz herzlich begrüße ich natürlich den ersten Preisträger des Kurfürst-Karl-Theodor-Preises, Herrn Stephan Messinger. Lieber Herr Messinger, ich freue mich sehr, dass Sie heute hier sind, und ich bedanke mich als Vorsitzende des Bundes der Pfalzfreunde ausdrücklich für Ihre wissenschaftliche Leistung.

Bevor Herr Professor Kramer gleich das Wort an Sie richten wird, hören wir noch ein Musikstück. Ihnen, lieber Herr Jörg-Oliver Werner, sage ich herzlichen Dank für die musikalische Umrahmung der heutigen Feierstunde.





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