Bayerischer Landtag

15.10.2015 - Barbara Stamm: Eröffnung des Info-Tags „Eine Welt Netzwerk Bayern“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
lieber Herr Dr. Fonari,
sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen zu diesem Info-Tag. Das „Eine Welt Netzwerk Bayern“ mit seinen Mitgliedsgruppen präsentiert sich heute nicht zum ersten Mal im Bayerischen Landtag. Und ich darf Ihnen sagen: Sie sind gern gesehene Gäste bei uns!

Ich begrüße die Kolleginnen und Kollegen aus dem Bayerischen Landtag, insbesondere die entwicklungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher ihrer Fraktion: Herr Kollege Michael Brückner von der CSU, Frau Kollegin Kathi Petersen von der SPD, Herr Kollege Dr. Hans-Jürgen Fahn von der Fraktion FREIE WÄHLER sowie Frau Kollegin Christine Kamm von Bündnis 90/Die Grünen. Sie haben diesen Info-Tag angeregt.

Ich freue mich, dass noch weitere Kolleginnen und Kollegen heute hier sind. [siehe Liste]
Herzlich willkommen heiße ich natürlich den gesamten Vorstand vom „Eine Welt Netzwerk Bayern“, stellvertretend für alle begrüße ich Herrn Dr. Alexander Fonari.

Besonders freue ich mich, dass ich heute hier einen Gast aus Peru begrüßen darf: Herrn Luis Granados Vilcapoma [Ausspr.: Will-ka-po-ma]. Sie sind im Rahmen der besonderen Partnerschaft zwischen Ihrem Volk und der Stadt München an Schulen und Kindergärten hier in München unterwegs, um über ihr Leben in Peru zu berichten. Seien Sie uns herzlich willkommen. Und ein herzliches Grüß Gott den vielen Mitgliedsgruppen des Netzwerkes. Schön, dass Sie hier sind.

Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn wir in diesen Tagen und Wochen von dem Begriff der „einen Welt“ sprechen, dann haben wir alle die Bilder vor den Augen: Tausende Flüchtlinge haben sich auf dem Weg nach Europa gemacht – in der Hoffnung auf ein friedliches Leben ohne Krieg, ohne Gewalt, ohne Folter. Wir in Bayern haben sie willkommen geheißen. Die vielen Initiativen für Flüchtlinge in allen Landkreisen und größeren Gemeinden Bayerns sind das menschliche Gesicht in Bayerns Flüchtlingspolitik. Sie packen an, wo es nötig ist, bei Sprachkursen, bei der Integration, sie sind da, wo Flüchtlinge Unterstützung brauchen. Es ist großartig, was dort geleistet wird. Und ich weiß, dass auch viele Gruppen des „Eine Welt Netzwerk Bayern“ dabei sind. Danke und ein herzliches Vergelt’s Gott!

Wir ahnen, welche Lebensbedingungen in den Heimatländern herrschen, wir wissen um die menschenverachtenden Unrechts-Regime. Und meine Damen und Herren, das ist nicht allein das Problem der Herkunftsländer – es geht auch uns an, weil es globale Herausforderungen sind. Wir sind uns einig: Wir brauchen dringend gemeinsame Antworten – außenpolitisch, innenpolitisch, aber auch entwicklungspolitisch. In Europa, in Afrika und in der internationalen Staatengemeinschaft. Wir brauchen zum Beispiel faire Handelsabkommen zwischen Europa und Afrika. Vom Freihandel zum Fairhandel – das ist der Weg in eine sichere Zukunft. Und wir müssen uns fragen: Wem kommt Wachstum zugute und wem schadet es? Anders gefragt: Wie kann der ungeheure Reichtum an Ressourcen, an Ideen und Kreativität für ein gutes Leben für die Menschen vor Ort eingesetzt werden? Ich nenne nur einige zentrale Themen, um die es gehen muss: Ernährungssicherung, Klimaschutz, erneuerbare Energien.

Angesichts dieser enormen Herausforderung ist es wichtig, dass das „Eine Welt Netzwerk Bayern“ ein wichtiger Partner in der Entwicklungsarbeit des Freistaats Bayern ist. Sie sind das Scharnier zu den Nichtregierungs-Organisationen vor Ort, die Brücke zur Zivilgesellschaft, mit denen Sie gemeinsam vor Ort die Projekte auf Augenhöhe durchführen.

Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen danke ich Ihnen für Ihren Einsatz und für Ihre hervorragende Arbeit. Und abschließend möchte ich ergänzen: Immer wieder gerne bieten wir hier im Maximilianeum eine Plattform des Dialogs und der Begegnung für Sie an. Herzlichen Dank.

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