Bayerischer Landtag

05.07.2016 - Barbara Stamm: Grußwort anlässlich der Ausstellungseröffnung: „Fremde in Franken. Migration und Kulturtransfer“ und „kunstvereint“

Anrede
Gemeinsam mit meinen Kollegen aus dem Präsidium
-    dem ersten Vizepräsidenten Reinhold Bocklet,
-    Herrn Vizepräsident Peter Meyer,
-    sowie dem Präsidiumsmitglied Hans Herold
darf ich Sie sehr herzlich zur Eröffnung der Ausstellungen „Fremde in Franken. Migration und Kulturtransfer“ sowie „kunstvereint“ begrüßen.

Es freut mich, dass so viele Kolleginnen und Kollegen gekommen sind. Als Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen begrüße ich:
-    die stellvertretende Vorsitzende der CSU-Fraktion, Gudrun Brendel-Fischer
-    für die SPD-Fraktion Frau Kollegin Helga Schmitt-Bussinger
-    für die Fraktion der Freien Wähler den stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Dr. Peter Bauer
-    sowie für die Fraktion Bündnis90/Die Grünen den Kollegen Markus Ganserer

Ein herzliches Willkommen gilt auch Herrn Staatsminister Joachim Hermann, der gemeinsam mit dem Kollegen Karl Freller die Idee hatte, diese Ausstellungen hier im Maximilianeum zu zeigen!

Ich freue mich, auch den Präsidenten des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs, Peter Küspert, begrüßen zu können.

Mein Willkommensgruß gilt außerdem den Repräsentanten des Konsularischen Korps in Bayern, den Damen und Herren der Staatsverwaltung, den Vertreterinnen und Vertretern der Hochschulen, der Akademien, der Medien, der Schulen und der Verbände.
Stellvertretend darf ich Max Schmidt begrüßen, den Vorstandsvorsitzenden des Wertebündnisses Bayern.

Ein herzliches Grüßgott sage ich auch der Gruppe „Schmitts Katze“, die unsere heutige Veranstaltung musikalisch bereichern wird. Schön, dass Sie da sind!

Anrede
Der Termin heute ist natürlich nicht ganz zufällig gewählt, denn erst vor zwei Tagen hat in Hof der zentrale Festakt zum Tag der Franken stattgefunden. Und die Wanderausstellung „Fremde in Franken. Migration und Kulturtransfer“ wurde 2015 zum Tag der Franken in Erlangen zum ersten Mal gezeigt. Sie findet nun hier ihren krönenden Abschluss.

Beide Ausstellungen zeigen in wirklich eindrucksvoller Weise zwei Dinge über Franken: den kulturellen Reichtum des Landes, den es dort gibt und die beeindruckende Vielfalt und Kreativität des fränkischen Volkes.

Ich freue mich, dass wir diese beiden Ausstellungen hier im Landtag zeigen können und begrüße sehr herzlich auch all diejenigen, die uns auch noch mehr über „Franken“ im Allgemeinen und die Ausstellungen selbst erzählen werden:
-    den Bezirkstagspräsidenten von Mittelfranken, Herrn Richard Bartsch
-    die Kulturreferentin und Bezirksheimatpflegerin des Bezirk Mittelfranken, Dr. Andrea Kluxen, die uns später eine Einführung in die Ausstellung „Fremde in Franken. Migration und Kulturtransfer“ geben wird und
-    Norbert Mager vom Künstlerbund Schwabach e.V., der uns danach die Ausstellung „kunstvereint“ näher bringen wird.

Anrede
Johann Wolfgang von Goethe hat einmal gesagt: (ich zitiere) Wer sein Vaterland nicht kennt, hat keinen Maßstab für fremde Länder (Zitat Ende).
Wir erhalten heute einen ganz neuen Blick auf meine Heimat Franken, denn die Ausstellung „Fremde in Franken. Migration und Kulturtransfer“ bietet einen interessanten Einblick in die Migrations- und Kulturgeschichte Frankens. Denn tatsächlich sind wir Franken ja ein Volk mit vielen Wurzeln. Der Bogen, der uns heute hier präsentiert wird, spannt sich über 1500 Jahre fränkische Migrationsgeschichte. Das ist eine Entwicklung, in deren Rahmen aus der Fremde eine Heimat wird. Wir erfahren auch, weshalb Menschen durch oder nach Franken zogen. Die Gründe für diese Wanderbewegungen sind ebenso unterschiedlich wie die Personengruppen selbst:
-    Ritter, im Zeichen des Kreuzes
-    Könige, die vor Ort Versammlungen abhielten
-    Eheleute, die aus strategischen Gründen ihre Partner im Reich auswählten
-    aber auch zum Beispiel zahlreiche Künstler, die Franken als fruchtbaren Anziehungspunkt sahen.

Viele Menschen kamen, blieben und wurden in Franken integriert. Und tatsächlich sind die hieraus entstandenen Mischungen, Überlappungen und Einflüsse bis heute spürbar und prägen das fränkische Bild.

Anrede
Unsere Heimat, unser Franken, ist also von einer wechselvollen Vergangenheit geprägt, von Migration und Kulturtransfer. Es ist aber auch eine Geschichte, die von gelungener kultureller, ökonomischer und sozialer Integration erzählt. Und gerade in der heutigen Zeit sollten wir uns das vielleicht bewusster machen, um für die Entwicklungen der Gegenwart offen zu sein. Franken, so beweist diese Ausstellung, ist weltoffen, ist vielfältig, ist kreativ.

Diese Vielfalt und Kreativität spiegeln sich auch in der zweiten Ausstellung „kunstvereint“ wider.
Die 25 Künstlerinnen und Künstler sind Mitglieder in verschiedenen mittelfränkischen Kunstvereinen. Das heißt, sie sind zum einen natürlich künstlerisch tätig. Die Ergebnisse dieser Arbeit können Sie ja im Anschluss bewundern.
Gleichzeitig sind sie in ihren Kunstvereinen aber auch ein großartiges Beispiel für bürgerschaftliches Engagement in der Kultur und damit eine wichtige Stütze für unsere Gesellschaft.

Bayern ist ein Kulturstaat – so steht es in der Bayerischen Verfassung. Die Pflege von Kultur, der Erhalt und die Fortentwicklung kultureller Werte sind unverzichtbar, denn sie bilden ein entscheidendes Gerüst für gesellschaftliche Integration. Und deswegen liegt es auch in der politischen Verantwortung des Staates, ein kulturfreundliches Klima zu schaffen.

Identität, sehr geehrte Damen und Herren, bezieht sich nicht zwingend nur auf die Abstammung, auf die Heimat. – Ich habe das ja vorhin schon angedeutet – Identität ist nicht zuletzt auch kulturelle Identität. Und zu einer aufgeklärten, toleranten Gesellschaft gehört es, lokale, regionale, nationale und internationale Kulturen zu erleben. Denn Kunst und Kultur liefern wichtige Anregungen und Denkanstöße. Sie vermitteln und dokumentieren unsere gesellschaftliche Vielfalt. Ja, sie sind damit Merkmal und Zeichen einer gelebten Demokratie!
Und deswegen ist gerade das Maximilianeum als Sitz der bayerischen Volksvertretung auch der passende Ort für die heute vorgestellten Präsentationen.

Anrede
Sehr herzlich danke ich allen, die sich bei der Konzeption und Realisierung der beiden Ausstellungen engagiert haben. Stellvertretend für die zahlreichen Beteiligten, sage ich Ihnen, sehr geehrte Frau Kluxen, und Ihnen, sehr geehrter Herr Mager – und natürlich Ihren Teams im Hintergrund – vielen Dank.

Ich wünsche den beiden Ausstellungen zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie Ihnen allen jetzt eine unterhaltsame und interessante Eröffnungsveranstaltung und Freude an den Ausstellungsstücken.

Nun darf ich das Wort an den Staatsminister, Herrn Joachim Herrmann, übergeben.

Anrede
Ich darf Sie nun einladen, hier im Maximilianeum 1500 Jahre fränkische Migrationsgeschichte zu erleben und gleichzeitig die kulturelle, künstlerische Vielfalt dieses Landes zu genießen.

Besonders möchte ich auch darauf hinweisen, dass nicht nur hier oben im Kreuzgang, sondern auch im Ausstellungsfoyer im Erdgeschoss Kunstwerke zu sehen sind.

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