Bayerischer Landtag

Grußwort beim Filmfest-Empfang 2015

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte, liebe Frau Iljine,
sehr geehrte Gäste!

Ich freue mich sehr, dass ich Sie auch heuer wieder –gemeinsam mit Frau Vizepräsidentin Inge Aures und Herrn Vizepräsidenten Reinhold Bocklet – hier im Maximilianeum begrüßen darf!

Wenn etwas zum vierten Mal stattfindet, dann kann man langsam wirklich guten Gewissens von einer Tradition sprechen. Und ich glaube, wir sind uns einig, dass es eine gute Tradition ist, die wir hier gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Schön, dass Sie alle da sind.

Beim Filmfest steht in diesem Jahr der junge deutsche Film im Fokus. Unter anderem gibt es ein Treffen der jungen Produzenten. Dass sich die Bedingungen seit den Anfängen des „jungen deutschen Films“ verändert haben (die ja meines Wissens auch hier in München liegen), das ist auch aus einer Laien-Perspektive heraus erkennbar. Medien werden heute anders genutzt. Gerade die jungen Zuschauer haben andere Ansprüche als das noch vor 10, 20 Jahren der Fall war.
Für den Film bedeutet das sicherlich eine Herausforderung, und entsprechend wichtig ist es, sich auszutauschen und zu vernetzen. Das Filmfest München ist dafür eine wunderbare Gelegenheit – auch wenn neben dem Austausch natürlich auch noch andere Dinge und insbesondere die Filme selbst im Mittelpunkt stehen.

Als Bayerisches Parlament bieten wir für diesen Austausch jedenfalls gerne eine zusätzliche Plattform. Zumal hier im Haus nicht nur über Geld entschieden wird. Natürlich spielt das immer eine wichtige Rolle, auch und gerade beim Film. Aber mittlerweile ist zwischen dem Landtag und der Filmszene eine Beziehung entstanden, die sicherlich über das „bloß Wirtschaftliche“ hinausgeht:

Dazu tragen die regelmäßigen Veranstaltungen der Reihe „Kino im Landtag“ bei; zuletzt haben wir hier den Film „Elser“ gezeigt, einmal mehr vor vollbesetzten Reihen.

Zu der besonderen Beziehung trägt aber auch ganz wesentlich der jährliche Empfang am Rande des Filmfests bei. Deshalb freue ich mich sehr, dass Sie unserer Einladung wieder gefolgt sind.

Wir können heute auch wieder die Arkaden nutzen; Wir haben dort zwar keinen roten Teppich ausgelegt – aber ein schwarzer Teppich sorgt dafür, dass sich dort draußen auch alle Damen mit hohen und dünnen Absätzen sorglos aufhalten können. In den letzten Jahren musste man ja immer noch ein wenig vorsichtig sein…

Anrede
Ich denke, es tut unserem Haus gut, wenn wir weiterhin in regelmäßigem Kontakt mit der Kultur-Szene stehen; bei festlichen Gelegenheiten, aber auch im ganz normalen Alltagsbetrieb.

Denn – lassen Sie mich zum Abschluss unseren früheren Bundespräsidenten Johannes Rau zitieren:
„Kunst und Kultur sind nicht wie die Sahne auf dem Kuchen, die man nutzt, wenn es einem gut geht. Sondern sie sind die Hefe im Teig. Wer diese Hefe nicht in den Teig tut, der bekommt Steine statt Brot.“

Ich wünsche Ihnen und uns allen nun angenehme Stunden und gute Gespräche. Seien Sie uns herzlich willkommen!


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