Bayerischer Landtag

25.11.2014 - Barbara Stamm: Grußwort zu Pressefoto Bayern 2014

Sehr geehrte Gäste,
liebe Kolleginnen und Kollegen!

Gemeinsam mit dem Ersten Vizepräsidenten des Hauses, meinem Kollegen Reinhold Bocklet, und der Vizepräsidentin Ulrike Gote begrüße ich Sie alle ganz herzlich und freue mich sehr, dass Sie bei uns sind.

Von den Kolleginnen und Kollegen aus dem Haus gilt mein Gruß

•    den stellvertretenden Vorsitzenden der CSU-Fraktion, Frau Kollegin Kerstin Schreyer-Stäblein und Herrn Kollegen Josef Zellmeier, sowie
•    der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion, Frau Dr. Simone Strohmayr.

[Weitere MdL nach Anwesenheitsliste]

Ebenso begrüße ich unseren „Hausherrn“, den Vorstand der Stiftung Maximilianeum, Herrn Hanspeter Beißer.

Ein herzliches Willkommen auch

•    dem Vorsitzenden des Bayerischen Journalisten-Verbandes, Herrn Michael Busch,
•    dem Moderator und Vorsitzenden der Jury, Herrn Hans-Eberhard Hess, sowie
•    den Preisträgerinnen und Preisträger und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Wettbewerb, die heute hier sind.

Ganz herzlich willkommen heiße ich auch 40 Studentinnen und Studenten von der Fakultät für Gestaltung und Fotografie der Hochschule Würzburg-Schweinfurt.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

In diesem Jahr zeichnet der Bayerische Journalisten-Verband bereits zum 15. Mal herausragende Pressefotos aus. Das ist ein kleines Jubiläum.

Wir haben aber auch noch ein großes: Vor 175 Jahren wurde die Fotografie erfunden. Und ich denke, man kann sagen: Kaum eine andere technische Errungenschaft hat unsere Sehweise, unsere Anschauung und unsere Kenntnisse über die Welt so verändert wie sie.

Die Fotografie schafft Zeitdokumente, macht Dinge sichtbar, sensibilisiert für Themen und gibt Raum für Erinnerungen.

Diese Erfahrung konnte ich in den vergangenen Wochen ein weiteres Mal auch selbst machen. Da waren anlässlich meines runden Geburtstags in den Zeitungen einige Pressefotos aus früheren Jahren abgedruckt - nicht nur von mir, sondern eben auch mit mir.

Als ich diese Fotos sah, ist mir bewusst geworden, wie viel mehr an Erinnerung kommt, wenn man Vergangenes nicht abstrakt, sondern konkret anhand eines Bildes Revue passieren lässt.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Heutzutage ist die Fotografie etwas sehr Gegenwärtiges. Zwischen dem Machen und dem Betrachten eines Fotos liegen nur Sekunden. Fast alle haben Foto-Handys und nutzen sie intensiv. Das führt zu einer gigantischen Zahl von Bildern. In einschlägigen Netz-Portalen sind es mittlerweile Milliarden.

Was da den Markt überschwemmt, ist keine Flut, sondern eine Sturmflut - und für Sie, für unsere Pressefotografen, natürlich ein Riesen-Problem.

Heutzutage darf sich jeder als Fotograf fühlen, auch wenn er gar keiner ist. Und jeder kann etwas ins Netz stellen, auch wenn das meistens nicht wirklich sein müsste.

Was dabei verloren geht, ist der Sinn für Qualität - und der Sinn dafür, dass andere, dass Sie, liebe Pressefotografinnen und -fotografen, mit Fotos Ihr Geld, Ihren Lebensunterhalt verdienen müssen.

Hinzu kommt, dass die Zeiten von Festanstellungen offenbar vorbei sind. Der „Stern“ etwa hat vor einem Dreivierteljahr seinen letzten fest angestellten Fotografen entlassen.

Von der Fotografie zu leben, ist sehr schwierig geworden. Und das, obwohl die jungen Fotografinnen und Fotografen, wie auch die Altmeister der Branche einräumen, immer besser werden.

Umso wichtiger ist es mir, ist es uns, dass wir Ihnen hier im Landtag ein Forum für Ihre Qualitätsfotografie bieten können.

Natürlich ist das nur ein kleiner Beitrag, um das, was Sie tun und können, wertzuschätzen. Aber wir leisten diesen Beitrag aus Überzeugung und wollen die Tradition der Foto-Ausstellungen hier bei uns auch in den kommenden Jahren fortsetzen.

Mein Dank gilt dem Bayerischen Journalisten-Verband, der die Preisverleihung seit nun schon eineinhalb Jahrzehnten ausrichtet.

Ebenso bedanke ich mich bei den Mitgliedern der Jury und bei den Sponsoren.

Schön, dass Sie heute bei uns sind, herzlichen Dank fürs Kommen und ebenso herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit, die Sie mir geschenkt haben!

Und bitte, laufen Sie nach der Preisverleihung nicht gleich weg. Es gibt noch einen Empfang draußen im Steinernen Saal.

Da sollte dann auch Zeit für persönliche Begegnungen und gute Gespräche sein!

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