Bayerischer Landtag

30.09.2016 - Barbara Stamm: Rede beim Rummelsberger Forum 2016

Sehr geehrter Herr Dr. Breitenbach,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rummelsberger Diakonie,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich darf mich zunächst einmal recht herzlich für die Einladung hierher bedanken.

Es ist immer schön, an einen Ort zu kommen an dem man das große Engagement von Menschen für andere sehen und spüren kann. Und das ist bei den Rummelsberger Diensten wirklich der Fall: Nicht nur hier in Nürnberg, wo Sie seit stolzen 126 Jahren Ihre Wurzeln haben, sondern in ganz Bayern. 6000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind es, die sich in den vielfältigen Diensten und Angeboten unter dem Dach der Rummelsberger Diakonie für andere einsetzen.

Wenn ich Ihnen sage, in welchen Bereichen die „Rummelsberger“ überall aktiv sind, dann ist das natürlich, wie Eulen nach Athen tragen. Aber ich will es trotzdem einmal benennen, weil daran deutlich wird, wie wichtig all Ihre Aufgaben sind!
•    Alleine hier in der Nürnberger Südstadt finden sich etliche Kindertagesstätten,
•    eine Sozialstation,
•    ein Seniorenheim,
•    Angebote zum Betreuten Wohnen,
•    Angebote zur Tagespflege,
•    Beratungsstellen der Behindertenhilfe,
•    Wohnmöglichkeiten für Studierende der Diakonen- und Diakoninnenausbildung,
•    die Zentrale der Jugend- und Flüchtlingshilfe in Nürnberg.
•    Sie haben zahlreiche Einrichtungen zur Ausbildung in pflegerischen und sozialen Berufen,
•    und etliche weitere Angebote befinden sich in der Planung.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rummelsberger, wenn man diese Aufzählung hört – die ja noch nicht einmal abschließend war –, dann sieht man eines: Sie nehmen sich der Gesellschaft in ihrer ganzen Breite an mit dem, was Sie tun.

Damit leisten Sie einen ganz wesentlichen Beitrag dazu, dass unser gemeinsames Leben funktioniert – und dass unsere Gesellschaft zusammenhält. Und das ist ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an Sie alle wert!

Anrede
Dieser Dank ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil wir es derzeit mit einer Entwicklung zu tun haben, die durchaus Anlass zur Sorge gibt. Wenn man die Zeitung aufschlägt oder die Nachrichten hört, hat man im Moment das Gefühl: Nicht die Kräfte sind besonders aktiv, die uns zusammenhalten – sondern die, die uns auseinanderziehen wollen. Das gilt im Blick auf die weltweiten Schlagzeilen ebenso wie im Blick auf unser unmittelbares Umfeld.

Wir dürfen das nicht zulassen. Stattdessen müssen wir uns wieder mehr darauf besinnen, was uns als Gesellschaft und als Mitmenschen eigentlich verbindet. Ich glaube zwar, dass das derzeit eine große Herausforderung darstellt – aber deshalb ist es umso wichtiger ist, dass wir diese Aufgabe jetzt angehen.


Anrede
Vor kurzem wurden zwei Studien vorgestellt, beide von renommierten Instituten, beide von anerkannten Experten. Die Ergebnisse, zu denen die Untersuchungen kommen, passen aber auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen.

Die eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat ermittelt, welche Länder weltweit zu den Gewinnern der Globalisierung zählen. Deutschland, so das Ergebnis, gehört ganz klar dazu: Wir sind als Land einer der ganz großen Gewinner der Globalisierung. Die zunehmende wirtschaftliche Verflechtung hat jedem Deutschen seit dem Fall der Berliner Mauer ein Wohlstandsplus von 1130 Euro pro Jahr gebracht – insgesamt ist das ein zusätzliches Pro-Kopf-Einkommen von immerhin 27.000 Euro. Das ist der Wert eines schönen Neuwagens.

Gleichzeitig vermeldete kürzlich eine Studie des Allensbach-Instituts, dass die Sorgen und Ängste in Deutschland zugenommen hätten. Immerhin 42 Prozent der Menschen in unserem Land schauen eher mit Befürchtungen als mit Hoffnungen in die Zukunft.

Wie passt das zusammen?

Einerseits ist es sicherlich so – das sagen uns die Wissenschaftler –, dass mit steigendem Wohlstand häufig auch die Sorgen in einer Gesellschaft zunehmen. Wo es viel ist, gibt es eben auch immer die Angst, viel zu verlieren.

Daneben glaube ich aber auch, dass diese zunehmenden Sorgen und Ängste viel damit zu tun haben, dass wir uns überfordert fühlen.

Die Welt ist nahezu grenzenlos geworden. Jeder Ort der Erde kann heute innerhalb kürzester Zeit erreicht werden. Und jede Information dieser Erde ist heutzutage innerhalb kürzester Zeit bei uns.

Damit nimmt natürlich einerseits die Schlagzahl der schlechten Nachrichten zu, die uns erreichen.
Und andererseits sind es auch die schlimmen Ereignisse selbst, die näher an uns herangerückt sind. In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir das immer wieder leidvoll erlebt.

Der schreckliche Bürgerkrieg, der seit Jahren in Syrien tobt, ist insofern zu uns gekommen, als dass wir mit seinen traurigen Folgen konfrontiert sind. An den östlichen Grenzen der EU gibt es kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine. Und dem internationalen Terrorismus ist es gelungen, durch seine entsetzlichen Angriffe auch in unseren europäischen Gesellschaften das Gefühl entstehen zu lassen, dass wir jederzeit verwundbar sind.

Das Sicherheitsgefühl, das seit dem Ende des Kalten Krieges unser Leben bestimmt hat, hat deutlich abgenommen.

Dass dabei vieles voneinander getrennt zu betrachten ist und es hochproblematisch ist, das eine mit dem anderen in Verbindung zu bringen: Das ist vielen Menschen im Kopf klar und bewusst. Aber das Bauchgefühl, das viele haben, ist ein anderes. Wenn man dann nicht mehr differenzieren will oder kann, dann hat das viel mit Überlastung zu tun. Die Welt, die seit einiger Zeit aus den Fugen zu sein scheint, überfordert uns.
Und dann sagen uns die Menschen: Es kann doch nicht sein, dass einerseits die Grenzen offen sind in Europa und wir andererseits um das Oktoberfest herum einen Zaun aufbauen müssen.

Als diejenigen, die wir in der politischen Verantwortung stehen, sind wir hier gefordert: Die Menschen müssen darauf vertrauen können, dass alles Menschenmögliche für Sicherheit und Ordnung in unserer Gesellschaft getan wird. Und gleichzeitig müssen wir auch immer daran erinnern, wie grundlegend Humanität und Freiheit für unser Werteverständnis sind. Das ist manchmal eine Gratwanderung – aber es ist die Aufgabe, vor der wir derzeit stehen und für die wir gemeinsam Lösungen finden müssen.

In diesem Zusammenhang kommen wir nicht umhin, uns die Frage nach unseren gemeinsamen Werten zu stellen. Davon war in letzter Zeit ja viel die Rede, nicht zuletzt auch immer wieder unter dem Begriff der „Leitkultur“. Der Begriff ist umstritten. Aber ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir die Diskussion führen müssen!

Was ist es denn eigentlich, was das Zusammenleben in unserem Land ausmacht? Welche Werte sind es denn, die uns verbinden?
Zum einen gibt es da natürlich die Regeln des Grundgesetzes, unserer Bayerischen Verfassung und unserer Gesetze. Aber ich glaube schon, dass es auch darüber hinaus so etwas wie einen gemeinsamen Geist oder gemeinsame Überzeugungen braucht, die uns miteinander verbinden.
Und nach meiner persönlichen Meinung muss dieser Begriff der „Leitkultur“ deshalb auch nicht als Abgrenzung verstanden werden, sondern ganz im Gegenteil: Wenn wir etwa Menschen aus einem anderen Kulturkreis bei uns integrieren wollen, dann gelingt uns das deutlich besser, wenn wir wissen, auf welcher Basis wir denn eigentlich zusammenleben.

Auch wenn wir hier sozusagen auf „evangelischem Boden“ sind, will ich in diesem Kontext doch gerne Kardinal Reinhard Marx zitieren: „Die christliche Prägung unseres Landes besteht ja nicht nur aus Weihnachtsmarkt und Gipfelkreuzen und Kirchweihfesten. Die christliche Prägung ist die Nächstenliebe, der Sinn für die Schwachen, die Sensibilität für die Armen“. – Zitat Ende
Daran wird auch deutlich, dass die Vergewisserung unserer Werte nicht nur im Zusammenhang mit der Integrations-Debatte wichtig ist. Sondern wir sind als Gesellschaft insgesamt gefordert, uns einige Fragen zu stellen:

Wie wichtig ist uns eigentlich Familie?
Wie wichtig ist uns die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – etwa auch beim Thema „Pflege“?
Wieviel sind uns als Gesellschaft diejenigen wert, die sich z.B. in sozialen Berufen um andere kümmern – als Erzieherinnen, als Altenpfleger, als Heilerziehungspflegerinnen?
Oder diejenigen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen und dafür den Beruf aufgeben?

Das sind ja alles Fragen, die etwas mit unseren Wertvorstellungen zu tun haben! Damit, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen und welche Schwerpunkte wir setzen wollen. Und das sind Fragen, die wir ganz konkret beantworten müssen und für die wir auch alle gemeinsam ein Stück weit Verantwortung tragen.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Kampagne „Du bist Deutschland“, die es vor einigen Jahren gab. Der Spruch wurde damals kontrovers diskutiert. Aber die Aussage dahinter ist nicht ganz verkehrt: Wir alle sind ein Teil dieses Landes. „Der Staat“ – das ist nicht irgendeine anonyme Bürokratie. Das sind nicht „die da oben“. Sondern eigentlich sind wir das alle! Es geht um gemeinsame Gestaltung! Es geht um gemeinsame Verantwortung!

Und diese Verantwortung müssen wir auch allesamt annehmen: Denn Demokratie funktioniert nicht, wenn wir alle nur auf den Zuschauerplätzen sitzen. Irgendwer muss runter aufs Spielfeld. Und unser Zusammenleben funktioniert übrigens auch dann nicht, wenn alle nur „gegen“ etwas sind und dabei keine Vorschläge liefern, wie es denn stattdessen funktionieren könnte.

Deshalb müssen wir miteinander reden: Sachlich, gerne auch einmal emotional. Wer mich kennt, der weiß, dass ich durchaus der Meinung bin, dass in wichtigen Diskussionen auch Emotionen sein dürfen und sogar müssen. Aber einen Fehler dürfen wir nicht machen: Die Dinge nur noch schwarz und weiß sehen und dem jeweils anderen das Recht auf seine Position aberkennen. Das ist in den Diskussionen in jüngster Zeit leider zunehmend zu beobachten.

Aber mit dieser Form der Kommunikation kommen wir nicht weiter. Eine Demokratie lebt davon, dass wir miteinander reden, dass wir Fakten und Argumente anerkennen – aber auch davon, dass wir einander ernst nehmen und Positionen auch dann zählen lassen, wenn sie nicht die eigenen sind. Das ist mitunter schwierig, aber diesen Weg müssen wir gehen.

Dass in all diesen Diskussionen das Internet nicht nur eine positive Rolle spielt, davon bin ich leider auch überzeugt. Hier erhalten auch viele falsche Behauptungen eine Plattform und verbreiten sich in ungeahnter Geschwindigkeit.

Wenn man sich dann den Umgangston vor Augen hält, der in manchen sozialen Netzwerken oder in den Foren von Zeitungen herrscht, dann kann einem Angst und Bange werden: Wer oder was nicht in die eigenen Vorstellungen passt, wird gnadenlos niedergemacht und beschimpft. Argumente zählen dann wenig, bestimmend sind Gefühle, und diese Gefühle sind leider Gottes oft genug nicht positiv, sondern von großer Aggressivität geprägt.
Dass sich diese Stimmung dann auch in das „echte Leben“ überträgt, verwundert da nicht. Uns haben etwa aus dem Wahlkampf in Berlin leider etliche Meldungen erreicht, dass Kandidatinnen und Kandidaten angegriffen oder beschimpft worden sind – oder diejenigen, die sich ehrenamtlich für Parteien engagieren und etwa Plakate aufgehängt haben.

Das ist natürlich ein Unding. Unabhängig davon, ob man mit der Politik und mit den Aussagen einer Partei einverstanden ist. Denn so funktioniert kein Dialog. So funktioniert das Gespräch nicht, das wir für unsere Demokratie brauchen. Und so gelingt auf Dauer das Zusammenleben nicht mehr. Deshalb müssen wir uns wieder vermehrt darauf besinnen, was denn unsere Gesellschaft eigentlich zusammenhält. Und diese Dinge müssen wir wieder stärken.

Anrede
Sie kennen sicherlich das afrikanische Sprichwort, wonach es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind großzuziehen.
Diese Weisheit gilt nicht nur für Kinder. Vieles, das uns gelingen soll, das gut werden soll, braucht unsere gemeinsame Anstrengung.

Wir brauchen „die Wirtschaft“: Damit wir unseren Wohlstand erhalten können, damit die Menschen Arbeit haben. Arbeit ist ja auch nie nur Mittel zum Zweck, um Geld zu verdienen. Arbeit ist immer auch wichtig für jeden Einzelnen, damit er sich zugehörig fühlt, damit jeder einen Beitrag leisten kann, damit ich mich gebraucht fühle. Deshalb ist es auch so entscheidend, dass wir hier niemanden aufgeben und auch Menschen in schwierigen Lebenssituationen eine Chance geben, wie es bei den Rummelsbergern geschieht.

Und deshalb brauchen wir auch ganz zentral „die Kirchen“ und die freien Träger. Weil sie einen ganz enormen Beitrag dazu leisten, dass unser Sozialstaat funktioniert.

Wir hatten in den letzten Jahren ja immer wieder auch sehr kritische Wortmeldungen, was die Kirchen oder die Wohlfahrtsverbände angeht. Und ich sage nicht, dass es hier nicht Dinge zu bemängeln gäbe. Aber wir müssen uns schon auch vor Augen halten, was seitens der kirchlichen Einrichtungen alles gestemmt wird! Wie viele Kindergärten oder Pflegeheime etwa in entsprechender Trägerschaft sind.

Ganz abgesehen davon sind die Kirchen noch immer für viele Menschen auch ein wichtiger Anker in Glaubensfragen. Da hat die Bindung abgenommen, das wissen wir. Aber es gibt eben immer noch sehr viele Menschen, für die der Glaube eine große Stütze ist im Leben und die sich von „ihrer“ Kirche auch Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit erwarten. Man muss nicht mit jeder dieser Antworten gleichermaßen einverstanden sein. Aber Orientierung ist in Zeiten der Beliebigkeit etwas sehr wertvolles, und gerade in den schwierigen Fragen unseres Zusammenlebens ist es wichtig, auch die Stimme unserer Kirchen zu hören.

Für uns Politikerinnen und Politiker ist das nicht immer angenehm, weil es hier natürlich auch Kritik gibt. Aber auch hier gilt wieder: Wenn wir zusammen gute Lösungen finden wollen, dann brauchen wir das Gespräch, und dabei darf (und muss!) es auch unterschiedliche Meinungen geben.

Entscheidend ist, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen, wenn es um die wichtigen Dinge geht. Und dafür brauchen wir auch wieder mehr Vertrauen ineinander. In jeden Einzelnen, der sich engagiert und seine Kompetenzen einbringt. Und auch in unsere Behörden und in staatliche Stellen. Es ist das Zusammenspiel, das unsere Gesellschaft stark macht: Aus verschiedenen Institutionen, aus Hauptamtlichen und aus Ehrenamtlichen, aus Alt und Jung, aus denen, die schon immer hier sind und denen, die neu dazugekommen sind.

Wenn wir über die Flüchtlingskrise im vergangenen Jahr sprechen, dann tun wir das oft sehr negativ – das Wort „Krise“ fängt damit ja schon an. Aber trotz allem waren diese (in vielerlei Hinsicht) bewegenden Wochen und Monate auch ein wunderbares Beispiel dafür, wie gut dieses Zusammenspiel bei uns funktioniert:

Weil wir gut aufgestellte staatliche Strukturen haben.
Weil es überall Einrichtungen, Betriebe und Träger mit großer Sachkenntnis gibt, in der Wirtschaft genauso wie im sozialen Bereich.

Und vor allem deshalb, weil es bei uns so viele Menschen gibt, die sich mit ganzem Herzen für andere einbringen.

Anrede
Lassen Sie uns das wieder mehr wertschätzen. Lassen Sie uns wieder mehr das Verbindende und das Positive in den Mittelpunkt stellen. Gerade, wenn die Zeiten schwierig sind.

Wir blicken heuer auf 70 Jahre Bayerische Verfassung zurück. In der wunderschönen Präambel dort ist die Rede vom „Trümmerfeld, zu dem eine Staats- und Gesellschaftsordnung ohne Gott, ohne Gewissen und ohne Achtung vor der Würde des Menschen die Überlebenden des zweiten Weltkriegs geführt hat“ – Zitat Ende.

Das war die Situation 1946!

Heute leben wir in einem starken Land mit einer starken Wirtschaft, mit allen Chancen für die Menschen und in einem friedlichen, vereinten Europa. Vergangenes Jahr haben wir „25 Jahre Deutsche Einheit“ gefeiert. Die Älteren von uns wissen noch, wie lange all das unvorstellbar war, wie mühsam die Wege dorthin…!
Vielleicht müssen wir uns wieder stärker bewusst machen, was hier alles geleistet wurde. Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, die Einheitsleistung oder die Einigung Europas waren ja keine kleinen Herausforderungen – auch wenn uns all das im Rückblick beinahe schon selbstverständlich vorkommt.

Wenn wir heute das große Glück haben, in einem Land zu leben, in dem Frieden herrscht, in dem wir frei sind, in dem es uns gut geht: Dann dürfen wir auf all das stolz sein. Und wir dürfen auf all das vertrauen.

Unsere Gesellschaft steht auf einem festen und sicheren Fundament.
Ein Fundament, das nicht nur von unserer Verfassung getragen wird oder den starken Wirtschaftszahlen: Sondern ganz wesentlich von den Menschen, die sich weit über das Normale hinaus für andere einbringen.

Es gibt einen schönen Satz eines norwegischen Schriftstellers [Henrik Ibsen], der wunderbar dazu passt. Der Satz lautet: „Eine Gemeinschaft ist wie ein Schiff: Jeder sollte bereit sein, das Ruder zu übernehmen.“

In unserem Land gibt es glücklicherweise sehr viele Menschen, die sich an diesem Satz orientieren und ihn auch leben: Die sich mit großer Selbstverständlichkeit einbringen in ihrem Beruf, in einem Ehrenamt, für ihre Familien. Und deshalb sehe ich keinen Grund, warum wir die Herausforderungen, mit denen wir derzeit zweifelsohne konfrontiert sind, nicht mit Optimismus und Zuversicht und gemeinsam angehen sollten.

Ich danke Ihnen fürs Zuhören.

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