Bayerischer Landtag

Barbara Stamm: Würdigung des Architekten Friedrich Bürklein

Sehr geehrter Herr Staatssekretär, lieber Gerhard,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Gäste!

Ich darf Sie alle hier im Maximilianeum, dem wohl bekanntesten Bürklein-Bau Münchens, ganz herzlich begrüßen und mich für den musikalischen Auftakt beim Stauber-Ensemble ebenso herzlich bedanken.

Besonders begrüßen möchte ich

•    die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für München und Oberbayern und ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Frau Dr. Charlotte Knobloch
•    den Vorstand der Stiftung Maximilianeum, Herrn Hanspeter Beißer
•    den Regierungspräsidenten von Oberbayern, Herrn Christoph Hillenbrand
•    den Publizisten Dieter Wieland sowie
•    den Autor des Buchs über Friedrich Bürklein, Herrn (Baudirektor) Wolfgang Fruth (und seine Frau).

Ein herzliches Willkommen sage ich auch den Nachkommen des Architekten

•    Frau Heidrun und Frau Katrin Proschek sowie
•    Herrn Horst-Günther Falkenhan (und seiner Frau Luise).

Ich freue mich sehr darüber, dass so viele Kolleginnen und Kollegen aus dem Landtag erschienen sind. Namentlich kann ich begrüßen

•    Frau Gudrun Brendel-Fischer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CSU
•    Herrn Volkmar Halbleib, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD
•    Herrn Thorsten Glauber, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER
•    Herrn Peter Winter, Vorsitzender des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen
•    Frau Angelika Schorer, Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie
•    die Kolleginnen und Kollegen (siehe ausgehändigte Liste)

Herzlich willkommen heiße ich auch den ehemaligen Leiter der Obersten Baubehörde (im Staatsministerium des Innern), Herrn Ministerialdirektor a.D. Josef Poxleitner.

Und nicht zuletzt gilt mein Gruß den Vertreterinnen und Vertretern der Medien.

Seien Sie alle herzlich willkommen!

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Als Sitz des Bayerischen Landtags war dieses Haus, wie Sie wissen, eigentlich nicht gedacht. Der Landtag ist hier „nur“ Mieter der Stiftung.

Aber spätestens dann, wenn man im Steinernen Saal vor dem großen Fenster (des Mittel-Risaliten) steht, wenn einem die Landeshauptstadt sozusagen zu Füßen liegt, kann man sich gar keinen besseren Ort für das Landesparlament vorstellen als diesen Repräsentationsbau hoch über der Isar.

Karl Friedrich Schinkel, den König Max II. im Vorfeld der Bauausführung zu Rate gezogen hatte, hat einmal gesagt:

„Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit.“

Ich denke, das kann man vom Maximilianeum Friedrich Bürkleins in besonderer Weise sagen. Die fast schon natürliche Krönung des Hochufers der Isar, die städtebaulich exponierte Lage, die Schauseite mit ihren Reminiszenzen an die bayerische Geschichte, die 22 lorbeerumkränzten Büsten in der unteren Arkadenreihe - all das macht den Reiz dieses Gebäudes aus.

Sich ihm zu nähern, ist immer wieder ein Ereignis, vor allem dann, wenn die Abendsonne die Mosaiken der Westfassade zum Leuchten bringt. Friedrich Bürklein hat da etwas geschaffen, das einer Epoche ihre Aura verleiht: ein Bauwerk mit eigenem Stil bis hinein ins Ornament und seine natürlichen Reflexe.

Vor zwei Jahren haben wir den Architekten anlässlich seines 200. Geburtstags hier im Landtag gewürdigt. Damals wurde auf Ihre Anregung hin, lieber Herr Wieland, beschlossen, die Leistungen Friedrich Bürkleins stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu heben: durch eine Publikation und durch die Umbenennung eines geeigneten Raums im Maximilianeum.

Nun, die Publikation über den Architekten ist mittlerweile fertiggestellt. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei Herrn Fruth, der das Buch geschrieben hat, bedanken, aber auch bei der Regierung von Oberbayern für ihre Unterstützung.

Herrn Fruth und der Regierung von Oberbayern darf ich noch aus einem anderen Grund danken: für die Konzeption der Ausstellung über Friedrich Bürklein, die wir heute hier eröffnen. Sie wurde erstmals 2006 in den Räumen der Regierung von Oberbayern gezeigt. Anlass war der 150. Jahrestag der Grundsteinlegung des Regierungsgebäudes.

Seitdem war sie dort mehrfach zu sehen, u.a. beim „Tag der Offenen Tür“ und 2013 anlässlich des 200. Geburtstags von Friedrich Bürklein.

Zuletzt wurde sie bei der „Langen Nacht der Museen“ mit mehr als 1.000 Besucherinnen und Besucher gezeigt. Und ich wünsche mir, dass sie auch hier im Maximilianeum ihr Publikum findet.

Der Landtag war zwischenzeitlich natürlich nicht untätig, sondern hat ebenfalls seine „Hausaufgaben“ gemacht. Die Eingangshalle West werden wir im weiteren Verlauf des Abends in „Friedrich-Bürklein-Halle“ umbenennen.

Und wir werden dort eine Gedenktafel enthüllen, die an den seinerzeit fast vergessenen Architekten erinnert (mit dem sogenannten Bürklein-Rot als farblichen Akzent).

Durch die Umbenennung der Eingangshalle West ist so gut wie sicher, dass allen Abgeordneten und Mitarbeitern, wenn sie hier im Haus sind, der Name „Bürklein“ über die Lippen kommen wird - und sei es nur als Ortsangabe.

Aber auch das verankert einen Menschen im kollektiven Gedächtnis.

Ich wünsche Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren, einen angenehmen Aufenthalt im Landtag und dem Buch „Die Maximilianstraße und ihr Architekt Friedrich Bürklein“ viele interessierte Leserinnen und Leser.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und schöne Stunden hier bei uns im Haus, das künftig auch den Namen Friedrich Bürkleins in seinem Raumprogramm tragen wird.

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