Plädoyer für Gemeinschaft und Sportsgeist
Schlussworte der Landtagspräsidentin im Plenum vor der Sommerpause 2026
23. Juli 2026
MÜNCHEN. Mit den traditionellen Schlussworten zum Ende der letzten Plenarwoche im Juli hat sich der Landtag in die sitzungsfreien Zeit verabschiedet. Mit Blick auf die Bewerbung um Olympische und Paralympische Sommerspiele sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner: „Olympia haben wir noch nicht im Land, aber den Spirit schon." Sie fügte aber auch einen klaren Appell an: „Wir fordern Anstand und Fairplay!"
Zu Beginn der traditionellen Schlussworten warf Landtagspräsidentin Ilse Aigner einen Blick zurück auf das größte Ehrenamtsfest auf Schloss Schleißheim zwei Tage zuvor und kündigte an: „Über dem Schlossgarten wehte ein bestimmter Geist: der Sportsgeist. Weil wir Olympia nach Bayern holen wollen. Weil Bayern keinen Wettbewerb zu scheuen braucht und weil der Sport mit seinen vielen Hunderttausend Ehrenamtlichen uns als Gesellschaft zusammenhält!”
„Olympia haben wir noch nicht im Land, aber den Spirit schon”
Mit Blick auf die vergangene Fußball-WM sagte Aigner: „Wir haben gespürt, wie gut es tut, ein gemeinsames Ziel zu haben, eine gemeinsame Leidenschaft, gemeinsam mit der Nationalelf zu fiebern. Mag der Stolz flüchtig sein – dieses Gefühl bleibt: Wir brauchen die Gemeinschaft, wir brauchen den Sportsgeist! Olympia haben wir noch nicht im Land, aber den Spirit schon. Auch hier in der Politikarena. Wo ebenfalls um Siege gerungen wird.”
„Wir kontern mit Argumenten!”
Aigner dankte ihren Kolleginnen und Kollegen für die Leistung im Hohen Haus und betonte: „Wir sind die Wettbewerber in der Arena. Auch Politik ist Taktik, Dribbling, Tackling und Pressing. Aber wir gehen hier nicht mit der harten Grätsche rein. Wir kontern mit Argumenten.” In diesem Zusammenhang hob die Landtagspräsidentin hervor, wie bedeutend das Einhalten von Regeln sei: „Weil auch unser „Spiel" – der Parlamentarismus –vom fairen Wettstreit lebt!"
„Die Demokratie ist kein Sprint, sondern ein Marathon”
Den Sitzplatz des Präsidium bezeichnete die Landtagspräsidentin als „Schiedsrichter-Stuhl” und fügte hinzu: „Wir wollen dem Spielfluss nicht im Wege stehen, aber wir achten auf die Einhaltung der Regeln. Wir fordern Anstand und Fairplay. Und da auch heute wieder der Appell, nicht immer wieder die Grenzen auszutesten: wie weit man gehen kann.” Zudem warnte Aigner: „Die Demokratie ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Bis zum Ende der Legislaturperiode. Und darüber hinaus.”
Angesichts der aktuellen Herausforderungen – international wie national – hob Aigner hervor: „Es geht um mehr als Medaillen, es geht um mehr als Gold. Es geht um den größten Schatz, den wir haben: unsere Freiheit, unsere Demokratie!” Die Landtagspräsidentin dankte abschließend allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihren jeweiligen Disziplinen: „Sie alle sind das Management der Demokratie. Wir schätzen Ihren Einsatz für den Parlamentarismus und für unsere Demokratie. Dafür sage ich von Herzen: tausend Dank!”
Lesen Sie hier die komplette Rede(Dokument vorlesen) der Landtagspräsidentin.
/ Pressestelle