Präsidium des Bayerischen Landtags reist nach Sarajevo
Landtagspräsidentin Aigner: „Nur in einem engen gesamteuropäischen Miteinander wird es gelingen, die Herausforderungen der Region langfristig zu entschärfen und eine stabile, friedliche Zukunft zu gestalten.“
1. Juli 2026
SARAJEVO / MÜNCHEN. Das Präsidium des Bayerischen Landtags ist unter der Leitung von Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) zu einer dreitägigen Reise nach Sarajevo aufgebrochen. Gemeinsam mit dem I. Landtagsvizepräsidenten Tobias Reiß (CSU), Vizepräsident Alexander Hold (FREIE WÄHLER), Vizepräsident Ludwig Hartmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Vizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) und den Präsidiumsmitgliedern Andreas Jäckel (CSU), Martin Wagle (CSU) und Verena Osgyan (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) besucht Aigner die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina, wo sich die Delegation vor Ort über die aktuelle Lage in der Region informieren wird. Auf dem Programm stehen unter anderem Treffen mit dem scheidenden Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, Christian Schmidt, mit Staatspräsident Denis Bećirović, mit Vertretern des Abgehordneten Hauses von Bosnien Herzegowina, mit deutschen Soldaten des EUFOR Kontingents sowie ein Besuch der Gedenkstätte zu Ehren der Opfer des Völkermords von Srebrenica.
Aktueller kann ein Reiseanlass nicht werden: Von langer Hand geplant, kommt das Präsidium des Bayerischen Landtags nun genau zum Abschied des bisherigen Hohen Repräsentanten (OHR) für Bosnien-Herzegowina, Christian Schmidt. Es ist sein erster Tag, an dem er nicht mehr im Amt ist, denn am Vortag hatte sich der Lenkungsausschuss des sogenannten Friedensumsetzungsrates (PIC) darauf verständigt, den bisherigen Stellvertreter Schmidts interimsmäßig mit den Amtsgeschäften zu betrauen. Ein dauerhafter Nachfolger muss noch gefunden werden. Umso offener konnte Christian Schmidt beim Empfang des Präsidiums des Bayerischen Landtags über seine vergangenen fünf Jahre als Hoher Repräsentant sprechen und zugleich die Herausforderungen für das Land und die Region skizzieren.
Nach dem Treffen mit Christian Schmidt besuchte die Delegation ein Unternehmen vor Ort, um Einblicke in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den Markt in Bosnien und Herzegowina zu erhalten. Den Abschluss des ersten Reisetages wird ein Briefing durch den Deutschen Botschafter bilden.
/ CK