Antrittsbesuch des Botschafters von Namibia im Bayerischen Landtag

Landtagspräsidentin Ilse Aigner begrüßt Dr. Jerobeam Shaanika

MÜNCHEN.  Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat den Botschafter der Republik Namibia im Bayerischen Landtag begrüßt. Mit seinem Antrittsbesuch wollte Botschafter Dr. Jerobeam Shaanika die Verbindungen mit Bayern vertiefen. Auch der Bereich Landwirtschaft war Thema des Arbeitsgesprächs.

“Wir sind hier, um Lektionen aus der Geschichte für die Zukunft zu ziehen”, so der Botschafter der Republik Namibia, Dr. Jerobeam Shaanika. Landtagspräsidentin Ilse Aigner gratulierte ihm zuallererst zum Unabhängigkeitstag seines Landes, der am 21. März gefeiert wurde. “Angesichts der unrühmlichen Rolle Deutschlands in der Geschichte Namibias" sei dies ein wahrer Grund zum Feiern, so die Landtagspräsidentin. Damit nahm sie Bezug auf die deutsch-namibische Vergangenheit, die maßgeblich durch die deutsche Kolonialzeit zwischen 1884 und 1915 geprägt ist, in der das Gebiet als „Deutsch-Südwestafrika“ unter der Herrschaft des Deutschen Kaiserreichs stand - eine Periode von Unterdrückung, Landenteignung und der gewaltsamen Niederschlagung von Aufständen durch die deutschen Herrscher mit dem negativen Höhepunkt des Völkermords an den Herero und Nama zwischen 1904 und 1908. 

Bei dem Arbeitsgespräch mit Botschafter und Honorarkonsul Prof. Dr. Max. M. Schlereth ging es dagegen um den Blick nach vorn: Insgesamt sucht Namibia nach den Worten von Botschafter Shaanika nach Möglichkeiten, die Verbindungen zu Bayern zu vertiefen, nicht zuletzt im Bereich der Landwirtschaft.

 

/CK

Randspalte

Seitenanfang