"Politik ist Mitreden und Mitmachen"

Großplanspiel "Der Landtag sind wir!"

27. April 2026

MÜNCHEN.    Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat rund 150 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Regionen Bayerns zum Großplanspiel "Der Landtag sind wir!" im Maximilianeum begrüßt. Für einen Tag schlüpften die Jugendlichen in die Rolle von Abgeordneten und simulierten einen Gesetzgebungsprozess. Dieses Mal wurde das Szenario "Handyverbot an Schulen im Freistaat Bayern" gespielt.

In ihrer Begrüßungsrede sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner: “In einer Demokratie ist es wichtig, Unterschiede auszuhalten und unterschiedliche Meinungen auszuhalten. Das machen wir hier im Parlament auch, das gehört dazu. Ich muss nicht immer die Meinung des oder der Anderen teilen. Und in Bayern gilt auch das Motto ´leben und leben lassen´, auch das gehört ein Stück weit zur Demokratie dazu. […] Demokratie ist ein riesiges Geschenk, viele auf der Welt würden sich das wünschen. Wenn es ein System gibt, das viele Freiheiten bietet, dann ist es die Demokratie." Und Aigner ergänzte: “Politik ist nicht irgendwo, weit weg, `da oben´. Politik ist überall. Politik ist Mitreden und Mitmachen. Ich möchte Euch für Eure Bereitschaft danken, heute tief in die Politik einzutauchen. Das ist keine Erfahrung für einen Tag – das soll eine Erfahrung fürs Leben sein; und eine Einladung, sich weiter einzumischen. Ihr seid die Zukunft unserer Demokratie!” Mit Blick auf das gewählte Szenario des Planspiels und die Rolle der Sozialen Medien in unserer Gesellschaft appellierte die Landtagspräsidentin an die Jugendlichen: “Lasst Euch von niemanden vorgeben, was Ihr glauben sollt. Macht Euch ein eigenes Bild!”, so Aigner. 

Mit dabei beim diesjährigen Großplanspiel waren Schülerinnen und Schüler von der Mittelschule Viechtach (Niederbayern), der Mittelschule Hilpoltstein (Mittelfranken), der Mittelschule Geretsried (Oberbayerrn), der Mittelschule Buchenberg (Schwaben) und der Mittelschule Neumarkt West (Oberpfalz). Nach der offiziellen Begrüßung durch die Landtagspräsidentin tauchten die Schüler in zugelosten Rollen tief in den politischen Alltag ein: Wie organisiert man Mehrheiten? Wie funktioniert die Dynamik innerhalb einer Koalition? Neben der Arbeit als Abgeordnete in Ausschüssen und Plenum wurde auch die Rolle der Medien simuliert: Eine eigene Pressegruppe begleitete den Prozess und fing die Argumente der Akteure ein. Dabei ging es bei diesem Planspiel um das brandaktuelle Thema "Handyverbot an Schulen im Freistaat Bayern"

Einer der Höhepunkte des Tages war die Diskussion mit bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprechern (bzw. Vertretungen) der im Bayerischen Landtag vertretenen Fraktionen, Dr. Ute Eiling-Hütig (CSU), Dr. Martin Brunnhuber (FREIE WÄHLER), Benjamin Adjei (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Nicole Bäumler (SPD). Die Schülerinnen und Schüler hatten im Vorfeld allerhand Fragen vorbereitet – die Abgeordneten im Plenum 60 Sekunden Zeit, diese jeweils zu beantworten. Neben allgemeinen Fragen zum Arbeitsalltag, zum Verdienst und den einzelnen Werdegängen wurden auch wesentlich fachspezifischer Themen angesprochen. „Wie stehen Sie zur Handynutzung in Schulen?“, „Wie können Jugendliche im Internet geschützt werden?“ und „Warum ist das Schulsystem heute so, wie es ist?“ waren nur einige der zahlreichen Fragen.

 

Beim Planspiel „Der Landtag sind wir!“ handelt es sich um ein pädagogisches Angebot des Bayerischen Landtags für Schulen. Es findet in der Regel an den Schulen vor Ort statt, teilweise aber auch direkt im Bayerischen Landtag. Das Planspiel hat das Centrum für angewandte Politikforschung der LMU München 2006 im Auftrag des Bayerischen Landtags entwickelt. Etwa 80 Planspiele finden seitdem jedes Jahr in ganz Bayern statt. Die Spielvorlagen werden ständig evaluiert und weiterentwickelt.

/ PR

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