Bayerischer Landtag

Direktoren des Bayerischen Landtags seit 1946

Landtagsdirektor Peter Worm

Landtagsdirektor Peter Worm (rechts) in seinem Amtszimmer mit (von links) Abteilungsleiter Matthias Alert, Abteilungsleiterin Ursula Imkamp-Aigner und stellvertretendem Landtagsdirektor und Abteilungsleiter Herbert Kammermeier. | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Peter Worm

Landtagsdirektor seit 1. April 2009

Geboren am 17. September 1957 in Fichtelberg (Landkreis Bayreuth).

Peter Worm studierte von 1977 bis 1982 Rechtswissenschaften an der Universität Regensburg. Während der Referendarzeit beim Landgericht Regensburg (1982 bis 1985) absolvierte er ein Ergänzungsstudium an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer und arbeitete in einer Rechtsanwaltskanzlei in Wunsiedel mit. Von 1982 bis 1986 war Peter Worm wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Straf- und Strafprozessrecht der Universität Regensburg. Nach dem Zweiten juristischen Staatsexamen war er ab dem 1. Dezember 1985 im Bayerischen Staatsministerium des Innern und in der Regierung von Oberbayern tätig. Am 1. Mai 1986 trat er in das Landtagsamt ein, zunächst als Referent im Justiziariat (1986 bis 1990), dann als Persönlicher Referent des Landtagspräsidenten (1990 bis 1994). Von 1994 bis 2006 leitete Peter Worm das Referat Plenum – Ältestenrat – Parlamentarische Grundsatzfragen. Ab 1. Februar 2006 war er ständiger Vertreter des Abteilungsleiters P – Parlamentarische Dienste. Am 1. Dezember 2006 wurde Peter Worm zum Abteilungsleiter Z – Zentrale Dienste ernannt. Seit 1. April 2009 ist er Direktor des Bayerischen Landtags.

Landtagsdirektor Peter Maicher

Landtagsdirektor Peter Maicher (links) mit Abteilungsleitern | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Peter Maicher

Landtagsdirektor vom 1. Januar 1998 bis zum 31. März 2009

Geboren am 16. März 1944 in Mährisch-Ostrau

Peter Maicher studierte Altphilologie und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Universität München (1963 bis 1968) und legte die wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an Gymnasien ab (1968). Nach einer dreijährigen Tätigkeit als Referent für Öffentlichkeitsarbeit und als Direktionsassistent bei der Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH München absolvierte er ein Studienreferendariat am Karls-Gymnasium in München (1972 bis 1974). Nach der Zweiten Staatsprüfung im Jahr 1974 war er zunächst im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und als Gymnasiallehrer in München tätig (1974 bis 1976). 1976 wurde Maicher Referent für Bildungs- und Kulturpolitik der CSU-Landtagsfraktion (1976 bis 1987). 1987 wechselte er als Pressesprecher in das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus, bevor er 1989 zur CSU-Landtagsfraktion als Geschäftsführer zurückkehrte. Zum 1. Januar 1998 wurde Peter Maicher zum Landtagsdirektor berufen. Er leitete die Landtagsverwaltung elf Jahre bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 1. April 2009.

Landtagsdirektor Hanns Nöth

Landtagsdirektor Hanns Noeth mit den Abteilungsleitern | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Hanns Nöth

Landtagsdirektor vom 1. November 1994 bis zum 30. November 1997

Geboren am 8. Oktober 1935 in München.

Hanns Nöth studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Würzburg und München. Während der Referendarzeit absolvierte er ein Ergänzungsstudium an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Nach dem Zweiten juristischen Staatsexamen 1965 war er im Staatsministerium des Innern, in der Regierung von Schwaben und im Landratsamt Regen tätig (1965 bis 1968). Am 1. Juli 1969 wechselte er in das Landtagsamt und wurde dort Leiter der Abteilung Parlamentarische Dienste. Vom 1. November 1994 bis zum 30. November 1997 war er Landtagsdirektor. Zum 1. Dezember 1997 trat er in den Ruhestand.

Landtagsdirektor Harry A. Kremer

Landtagsdirektor Harry A. Kremer | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Harry A Kremer

Landtagsdirektor vom 1. November 1978 bis zum 1. November 1994

Geboren am 29.10.1929 in Sofia.

Harry Andreas Kremer studierte Rechts-, Staats- und Wirtschaftswissenschaften in Bamberg, Innsbruck und München. Nebenher war er für oberfränkische Zeitungen und Verlage journalistisch tätig. Nach der Zweiten juristischen Staatsprüfung trat er in den Dienst des Bayerischen Staatsministeriums des Innern und war Assessor bei den Regierungen von Unterfranken, Niederbayern, der Oberpfalz und Oberbayern. Anschließend war er als Regierungsrat juristischer Staatsbeamter an den Landratsämtern in Burglengenfeld, Landau a. d. Isar und Erding. Zum 1. September 1964 wurde er zum Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit abgeordnet. Sein Tätigkeitsbereich war die technische Entwicklungshilfe für Lateinamerika. Anfang Juli 1965 wechselte er in den Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministers für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigten Bayerns beim Bund. Er war Persönlicher Referent von Staatsminister Dr. Franz Heubl, zuständig ferner für Außen- und Verteidigungspolitik sowie für die Angelegenheiten des inneren Dienstes und die Außendarstellung der Bayerischen Vertretung. 1972 erfolgte die Ernennung zum Ministerialdirigenten und Leiter der Abteilung Bonn des Staatsministers für Bundesangelegenheiten. Am 1. November 1978 wurde er zum Direktor des Bayerischen Landtags berufen. Von der Hochschule für Politik an der Universität München wurde er mit einem mehrjährigen Lehrauftrag betraut. Nach 16 Jahren als Landtagsdirektor trat Kremer zum 1. November 1994 in den Ruhestand.

Landtagsdirektor Dr. Günther Weber

Landtagsdirektor Dr. Günther Weber | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Dr. Günther Weber

Landtagsdirektor vom 1. April 1968 bis zum 31. Juli 1978

Geboren am 15. März 1933 in Aschaffenburg

Dr. Günther Weber hat Rechtswissenschaften in München und Graz studiert und im Strafrecht promoviert. Das Rechtsreferendariat leistete er am Landgericht München I ab. Seine Beamtenlaufbahn begann Weber beim Bayerischen Finanzministerium und beim Bayerischen Kultusministerium. Von 1964 bis 1968 war er in der Landtagsfraktion der CSU tätig. Am 1. April 1968 übernahm Dr. Günther Weber die Leitung des Landtagsamtes. Zehn Jahre war Dr. Weber unter Präsident Rudolf Hanauer Landtagsdirektor. 1973 wurde er zum Ministerialdirektor befördert. 1978 musste er aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand treten. Dr. Günther Weber starb am 22. November 1984 im Alter von 51 Jahren.

Landtagsdirektor Dr. Wilhelm Pfister

Dr. Wilhelm Pfister


Landtagsdirektor vom 1. September 1952 bis zum 31. März 1968

Geboren am 18. März 1903 in Bütthard (Landkreis Ochsenfurt)

Dr. Wilhelm Pfister studierte von 1922 bis 1927 Rechts- und Staatswissenschaften in Würzburg und München. Nach der Promotion schloss er seine Ausbildung 1930 mit dem Zweiten juristischen Staatsexamen ab. Zunächst als Anwalt tätig, trat er in den Staatsdienst ein und war von 1934 bis Kriegsende Wehrmachtsbeamter. Nach dem Krieg war Dr. Pfister jeweils als Rechtsreferent bei der Industrie- und Handelskammer Unterfranken, dann beim Landratsamt Obernburg und seit dem 1. September 1950 beim Landtagsamt. Zum 1. September 1952 wurde er mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Direktors beauftragt. Ab 14. Juli 1954 war er offiziell Leiter des Landtagsamtes und avancierte bis zum Ministerialdirigenten. Nach 16 Jahren an der Spitze der Landtagsverwaltung trat er am 1. April 1968 in den Ruhestand. Am 15. Oktober 1983 starb Dr. Wilhelm Pfister im Alter von 80 Jahren.

Landtagsdirektor Alois Wagner

Landtagsdirektor vom 1. Juli 1946 bis zum 31. August 1952

Geboren am 21. Juli 1886 in Steinmühle (Landkreis Passau)

Erster Direktor des neuen Bayerischen Landtags war Alois Wagner. Am 21. Juli 1886 in Steinmühle bei Passau als Sohn eines Kleinlandwirtes geboren, hatte Wagner das Humanistische Gymnasium in Passau und anschließend die dortige Philosophisch-Theologische Hochschule besucht. Seine berufliche Laufbahn als Journalist wurde durch den Militärdienst im Ersten Weltkrieg unterbrochen. Nach Kriegsende erhielt Wagner eine Stelle als Korrespondent am Bayerischen Landtag, der jedoch 1933 durch die Nationalsozialisten aufgelöst wurde. Wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem NS-Regime war ihm eine weitere journalistische Tätigkeit in der Folgezeit verwehrt. Nach 1945 wurde er in den Staatsdienst berufen, zunächst als Abteilungsleiter in das Ministerium für Sonderaufgaben. Am 1. Juli 1946 folgte die Übertragung der Leitung der Verwaltung der Verfassunggebenden Landesversammlung und anschließend der des Landtags. Wagner stand bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 1. September 1952 an der Spitze des Landtagsamtes. Unter schwierigen Verhältnissen in den ersten Nachkriegsjahren war es ihm gelungen, die Landtagsverwaltung erfolgreich aufzubauen. Alois Wagner starb am 12. Oktober 1957 im Alter von 71 Jahren.

 

 

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