Bayerns Beste am 20. März 2026 im Bayerischen Landtag

 

Es gilt das gesprochene Wort.

 

Anrede

Es ist mir eine große Freude und Ehre, 
dass Sie alle in den Landtag gekommen sind.

Wir haben etwas zu feiern: 

  • nämlich herausragend gute junge Leute
  • mit herausragend guten Abschlüssen.

Und weil wir hier 

  • die ganze Breite beruflicher Ausbildungsberufe haben und
  • die jeweilige Spitze in diesen Ausbildungsgängen,
  • ist das einfach eine High-Level-Veranstaltung, 
    eine Top-Level-Veranstaltung.

Es ist eine Top-Level-Veranstaltung, die im Parlament eine Bühne haben sollte, weil hier Zukunftsmacherinnen und Zukunftsmacher des Freistaats ausgezeichnet werden.

Sie können so stolz auf sich sein:

Das ist Ihr Applaus! 

 

Sie wissen vielleicht: 
Ich war mal Wirtschaftsministerin im Freistaat. 

Und schon da gehörte die Auszeichnung 
der besten Absolventen fest in mein Programm.

Sie wissen vielleicht auch: 
Ich habe selbst mal eine Ausbildung absolviert – 
nein, nicht als Politikerin: da wird man ja gewählt – 
vielleicht mit den Vorqualifikationen aus der Kommunalpolitik.

Sondern konkret habe ich 

  • eine Lehre als Radio- und Fernsehtechnikerin gemacht,
  • dann die Weiterbildung zur geprüften Elektrotechnikerin,
  • und schließlich habe ich in der Hubschrauber-Entwicklung gearbeitet.

Es gab also ein Leben vor der Politik.

Und ich schaue mit Stolz und Freude darauf zurück, denn ich habe damals gerne das gemacht, was Sie heute machen:

Nämlich mich dem Praktischen zugewandt.

Ich wollte wissen, wie Dinge funktionieren.

Ich wollte Dinge zum Funktionieren bringen. 

Und das ist doch das, was uns Absolventen der Dualen Ausbildung ausmacht!

 

Absolventin – Wirtschaftsministerin – und jetzt mit dem Blick auf das große Ganze als Landtagspräsidentin:

Da habe ich die Ehrung unserer besten Ausgebildeten eben ins Maximilianeum geholt und daraus eine Tradition gemacht.

Es war mir eine Herzensangelegenheit.

Einen Anlass zu schaffen und einen Ort zu bieten, 

  • an dem wir unsere Bundesbesten feiern können und
  • an dem Sie sich selbst feiern dürfen. 

Denn Sie haben es sich verdient:

Bayerns Beste gehören in den Landtag!

Spitzenleistungen in der Ausbildung sind für sich genommen ein Grund zur Freude: 
für so viele. 

Denn beste Ausbildung heißt 
einen absehbaren Sprung in Verantwortung. 

  • Wenn Sie weiter so ambitioniert sind,
  • wenn Sie weiter so Disziplin an den Tag legen und
  • wenn Sie weiter so mit Ihren Leistungen vorangehen,

dann haben nicht nur Sie selbst etwas davon.

  • Dann hat auch Ihr Betrieb,
  • dann hat auch Ihre Branche,
  • dann hat auch unsere Volkswirtschaft etwas davon – 
    und die braucht Unterstützung!

 

Wir haben bittere Jahre von Rezession und Stagnation hinter uns, das ist wahr.

Es werden Stellen abgebaut, und 
es ist schwer mit der Nachfolge im Unternehmen, 
und das tut weh.

Es trifft viele Menschen und ganze Regionen, 
wenn Arbeitsplätze wegfallen.

 

 

Oft ist dies das Ergebnis sehr schwieriger Rahmenbedingungen: 

  • von teurer Energie,
  • von einer hohen Steuerlast und
  • von überbordender Bürokratie.

     

Fast alles ist heute in der globalisierten Wirtschaft mit allem verbunden: gerade bei einer Exportwirtschaft wie unserer.

Da bleiben Russlands Eroberungskrieg gegen die Ukraine, 
Krieg im Nahen Osten oder Trumps Zölle nicht folgenlos.

 

Planungssicherheit und Berechenbarkeit waren immer Schlüsselgrößen für wichtige Entscheidungen: 
für jede Unternehmerin, für jeden Unternehmer, 
aber auch für die Politik.

Man konnte vielleicht manche Kröte schlucken, wenn man wenigstens wusste: Dabei bleibt es jetzt aber auch.

Im großen Kontext gehört das der Vergangenheit an:

Es ist ein Zeitalter neuer Unsicherheiten!

 

Wie kommen wir nun bestmöglich da raus?

Wie werden wir weniger zum Spielball der Weltpolitik?

 

 

  • Abhängigkeiten reduzieren und Risiken streuen: klar.
  • Mutige Reformen des Sozialstaats angehen und Arbeit attraktiver machen: schon gar nicht mehr so klar für alle, aber es ist unbedingt notwendig!

Und dann müssen wir wieder Vertrauen gewinnen in unsere eigenen Stärken, in Handwerk und Industrie:

  • Was wir besonders gut können!
  • Wo wir anderen voraus sind!
  • Und mit wem wir das in Zukunft bestreiten können!

 

Und da fällt mein Blick auf Sie:

Junge, engagierte Leute, die für das brennen, 
was sie in ihrer Ausbildung gelernt haben.

Die einfach unschlagbar gut sind darin.

Und die doch nicht nur Gelerntes widerkäuen, sondern die innovativ in ihren Branchen nach vorne denken werden.

Sie stehen noch am Anfang, und wir trauen Ihnen noch viel zu. 

Um es klar zu sagen:

Wir setzen voll auf Ihre Ambitionen!

 

Und wie Sie gebraucht werden!

Die Fachkräftelücke ist groß 
– trotz der wirtschaftlichen Entwicklung:

Was nun zu tun ist, um diese Lücke zu schließen, ist klar:

  1. Wir werden den globalen Arbeitsmarkt nutzen müssen – mit gezielter, qualifizierter Zuwanderung. 
    Und dabei werden wir sehr viel intensiver auf echte, auf gelingende Integration setzen müssen. 
    Das gehört zusammen: 
    Für den kurzfristigen und für den nachhaltigen Erfolg! 

     

  2. Wir werden die Beschäftigung und Produktivität vorhandener Fachkräfte im Land steigern müssen: 
    mit Künstlicher Intelligenz, 
    mit Digitalisierung, 
    mit neuen Geschäftsmodellen, 
    aber ganz sicher nicht mit Arbeitszeitverkürzungen. 
    So viel Realitätssinn muss sein!

     

  3. Wir werden vor allem das heimische Potenzial entwickeln und ausschöpfen müssen. 
    Ich denke auch an Frauen und Teilzeit. 
    Ich denke an die richtigen Anreize.

    Sozialleistungen dürfen kein falscher Anreiz sein, 
    sondern Leistung muss sich lohnen! 

     

Und das gilt vor allem, wenn man es drauf hat – wie Sie. 

Kluge Köpfe, fleißige Hände werden überall gebraucht.

  • Oft mit Technikbegeisterung.
  • Oft mit natürlichem Talent oder gelernten Fähigkeiten.
  • Gerne auch mit Empathie: Gefühl für den Mitmenschen.

Wer das so angeht, dem werden bei uns im Land auch in Zukunft alle Türen offenstehen!

 

Meine Damen und Herren,

heute ehren wir Sie, die Absolventinnen und Absolventen:

Sie haben Ihr Ziel erreicht.

Auf dem Weg zum Ziel hatten Sie 
Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, 
die Streckenposten, Motivatoren und Trainer zugleich waren.

Ich möchte den Ausbilderinnen und Ausbildern sowie den ausbildenden Betrieben ein ganz herzliches „Vergelt´s Gott!“ sagen.

Sie haben viel Zeit und Energie in die Ausbildung dieser jungen Leute hier investiert.

Und ich bin sicher: Der oder die Auszubildende von heute 
ist die Fachkraft von morgen und 
kann in diesem Fall auch die Führungskraft von übermorgen sein.

Das ist die beste Investition, die Sie tätigen konnten!

 

Meine Damen und Herren,

ich war immer eine Anwältin der Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung.

Weiterbildungsmöglichkeiten machen heute 
den Weg nach oben frei. 
Wenn man denn will.

Und wir in Bayern unterstützen deshalb die berufliche Bildung auch mit ganzer Kraft: vom Meisterbonus bis zur Imagepflege.

Wir haben da so manchen Fortschritt gemacht.

 

Meine Damen und Herren,

  • wir haben die Betriebe, 
    die es braucht, um weiter top zu sein.
  • Wir haben die jungen Leute, 
    die es braucht, um weiter top zu sein.
  • Und wir haben die politischen Erkenntnisse, 
    die es braucht, um weiter top zu sein.

Es ist mir wichtig, dass wir nicht einstimmen in den Abgesang derer, die nichts Gutes wollen. 

Wir müssen uns ins Zeug legen, damit wir weiter top sind.

Und wann, wenn nicht heute, angesichts dieser erfolgreichen jungen Leute, sollten wir fest sein in unserer Überzeugung:

Wir sind stark und es wird wieder aufwärtsgehen!

 

Wir alle werden richtig anpacken müssen.

Und wer richtig anpackt, der darf dann auch Pause machen.

Dafür haben wir Ihnen ein Brotzeitbrettl am Platz hinterlegt.

Es ist eine Erinnerung an den heutigen Tag.

Der Ihnen, meine Damen und Herren, gewidmet ist.

 

Ich wünsche alles Gute für den Werdegang und die Pausenzeiten! Es sei Ihnen gegönnt!

 

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