Bayerischer Landtag

Preisverleihung ´JobErfolg 2013“

Dienstag, 3. Dezember 2013
Landtagspräsidentin Stamm, Sozialministerin Müller und Behindertenbeauftragte Badura würdigen vorbildliche Inklusion von Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz


Zum 9. Mal wurde heute der Preis „JobErfolg - Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz“ verliehen. Der Bayerische Landtag, das Bayerische Sozialministerium und die Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung zeichneten bei der Veranstaltung in Straubing Arbeitgeber für herausragende Inklusion von Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben aus. Der Preis wurde in den Kategorien „Öffentlicher Dienst“, „Privatwirtschaft“ und „Ehrenpreis“ vergeben. Mit dem Preis in der Kategorie „Öffentlicher Dienst“ wurde in diesem Jahr der Markt Hirschaid für den besonderen Einsatz für schwer mehrfach behinderte Mitarbeiter geehrt. Der Preis für die Privatwirtschaft ging an die Kern Bau GmbH in Schönberg für ihr besonderes Engagement bei der Ausbildung von jungen Menschen mit geistiger Behinderung. Den Ehrenpreis erhielt der Friseursalon Heidi Bender, der auch ohne Beschäftigungspflicht Menschen mit Behinderung eine Chance gibt. Ferner wurden die ZF Friedrichshafen AG in Passau, die Blaschke Umwelttechnik GmbH, die Regierung von Oberbayern und die Verkehrspolizeiinspektion Nürnberg mit einer Urkunde für Ihr Engagement geehrt.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm freute sich, dass sich von Jahr zu Jahr mehr Firmen und öffentliche Arbeitgeber um den Preis JobErfolg bewerben, der jedes Jahr am Welttag der Menschen mit Behinderung vergeben wird. Trotzdem sei noch ein großer Einsatz vor allem für Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nötig. „Der Weg zur Behindertenwerkstatt mag für einige genau richtig sein, aber er darf nicht zum Automatismus werden. Der erste Arbeitsmarkt muss sich noch mehr als bisher für behinderte Menschen öffnen“, verlangte Stamm. Ihre Botschaft: „Wir brauchen mehr Arbeitgeber, die sich über unterschiedliche Arten der Behinderung informieren, die Vorurteile abbauen und die Scheu verlieren, mit behinderten Menschen zusammenzuarbeiten.“

Bayerns Sozialministerin Emilia Müller lobte anlässlich der Veranstaltung die Preisträger: „Die heutigen Preisträger haben sich mit herausragendem Engagement ihrer sozialen Verantwortung gestellt und Menschen mit Behinderung eine faire Chance auf dem Arbeitsmarkt gegeben. Sie sind Beispiele gelungener Inklusion und echte Vorbilder! Ich hoffe auf viele Nachahmer! Auf unsere Unterstützung können Arbeitgeber zählen: So greifen wir beispielsweise mit unserem Programm ‚Chancen Schaffen II’ und der ‚Initiative Inklusion‘ Arbeitgebern tatkräftig unter die Arme, die geeignete Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung anbieten.“

Die geschäftsführende Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Irmgard Badura, betonte: Alle gehören dazu! Wir Menschen mit Behinde-rung müssen und wollen noch mehr Teil der Arbeitswelt sein. Unsere Preisträger zeigen, dass Beschäftigung von Menschen mit Behinderung wirklich lohnt - ein Gewinn für alle Beschäftigten.“

Nähere Informationen und Filme zu den Preisträgern erhalten Sie unter www.zbfs.bayern.de/integrationsamt/integrationspreis.html. Für weitere Informatio-nen zum Programm ‚Chancen Schaffen II’ und zur ‚Initiative Inklusion‘ können sich Arbeitgeber an das Zentrum Bayern Familie und Soziales wenden. Häufig gestellte Fragen von Arbeitgebern beantwortet darüber hinaus die „Arbeitgeber-Schnellinfo“ des Zentrums Bayern Familie und Soziales unter www.zbfs.bayern.de/integrationsamt/arbeitgeber/index.html.

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