Bayerischer Landtag

Zwei neue Ausstellungen im Bayerischen Landtag - Blende auf und Frauen in Franken

Donnerstag, 27. Juni 2013

Der Bayerische Landtag zeigt ab dem 1. Juli 2013 zwei neue Ausstellungen – die Letzten in dieser Wahlperiode.

Zum einen stellt sich das Projekt »Blende auf!« in der Eingangshalle West des Maximilianeums vor. Es handelt sich dabei um ein kunsttherapeutisches Foto- und Malprojekt mit jugendlichen Patienten der Kinder- und Jugendpsychosomatik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München. Entstanden ist es in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Stephan Paul Stuemer und dem Kunsttherapeuten Christoph Thomas. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, meist Teenager mit Trauma-Folgestörungen, Depressionen und Störungen des Sozialverhaltens, sollen bei dem Projekt ohne Angst neue künstlerische Welten entdecken. Auf diese Weise sind viele individuell gestaltete Kunstwerke entstanden. Am 9. Juli 2013 wird es eine offizielle Auftaktveranstaltung zu der Ausstellung geben. Um 17.30 Uhr lädt Landtagspräsidentin Barbara Stamm in die Eingangshalle West zu einer Einführung in die Ausstellung und zu einem anschließenden Empfang ein. Professor Peter Henningsen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Kli-nikums rechts der Isar, TU München, spricht ein Grußwort. In die Ausstellung führt Hans Heitmann, Professor an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Augsburg ein. Das musikalische Programm bestreiten „The Crocetti Three“.

Im Kreuzgang des Maximilianeums ist ab dem 1. Juli 2013 zeitgleich die Ausstellung »Frauen in Franken« zu sehen. Der Bezirk Mittelfranken hat diese Schau zum Tag der Franken 2012 in Schwabach konzipiert. Beschrieben werden Lebenssituationen von Frauen aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu unterschiedlichen Lebenszeiten. Zudem stellt die Ausstellung besondere Frauenpersönlichkeiten aus der Geschichte Frankens vor: Eine adelige Herrschergattin der frühen Neuzeit in Ansbach, eine unterfränkische Bäuerin im 19. Jahrhundert, eine mittelalterliche Magd in einer fränkischen Reichsstadt und eine Frauenrechtlerin von 1900 trennte mehr als sie verband. Über Jahrhunderte bestimmte der gesellschaftliche Stand die Lebensumstände von Frauen. Und doch gibt es etwas, das all diese Frauen gemeinsam hatten: Neben den Standesgrenzen, die auch für Männer galten, gab es für sie zusätzliche Beschränkungen – nämlich die Vorstellungen die Gesellschaft – vor allem der Männer – von der Rolle und den Handlungsfreiräumen einer Frau. Die Frauen mussten sich positionieren: Mal arrangierten sie sich mit dem Frauenbild ihrer Zeit, mal revoltierten sie dagegen, mal überschritten sie die ihnen gesetzten Grenzen. Und dies galt für alle Frauen, egal aus welcher gesellschaftlichen Schicht.
Am 15. Juli 2013 lädt Landtagspräsidentin Barbara Stamm zu einer Abschlussveranstaltung in den Steinernen Saal des Maximilianeums ein. Richard Bartsch, Bezirkstagspräsident von Mittelfranken, spricht das Grußwort, Dr. Andrea M. Kluxen, Kulturreferentin und Bezirksheimatpflegerin des Bezirks Mittelfranken, führt in die Ausstellung ein. Für den musikalischen Rahmen sorgt „boXgalopp“.

Beide Ausstellungen sind bis zum 19. Juli 2013 im Bayerischen Landtag zu sehen.

Die Öffnungszeiten im Maximilianeum: jeweils Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr. An den Wochenenden sowie an Feiertagen ist geschlossen.
Verkehrsverbindung Linien U4 / U5 Station Max-Weber-Platz oder Tram Linie 19, Haltestelle Maximilianeum.


Der Eintritt ist frei.

MedienvertreterInnen sind herzlich eingeladen, über die beiden Ausstellungen und die Begleitveranstaltungen zu berichten. /zg

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