Bayerischer Landtag

Landtagspräsidentin Barbara Stamm feiert Kultur- und Heimattage mit den Banater Schwaben in Würzburg: „Gelungene Integration und entschlossener Aufbau in der neuen Heimat“

Samstag, 29.07.2017


MÜNCHEN.                Landtagspräsidentin Barbara Stamm beging heute mit zahlreichen Gästen aus ganz Deutschland die 19. Kultur- und Heimattage der Banater Schwaben, die in diesem Jahr in ihrer Heimatstadt Würzburg stattfanden. Als Schirmherrin der Veranstaltung erklärte Stamm: „In Würzburg und ganz Bayern haben viele Banater Schwaben eine neue Heimat gefunden. Sie sind bestens integriert und bringen sich in vielfältiger Weise in das öffentliche Leben ein. Mit der Pflege ihres großartigen Brauchtums sind sie seit vielen Jahren eine wunderbare Bereicherung für unsere Stadt und unser Land.“

Persönlich fügte sie hinzu: „Über die Jahre hat sich zwischen der Landsmannschaft der Banater Schwaben und mir eine enge freundschaftliche Bindung entwickelt. Wir haben uns bei vielen verschiedenen Anlässen getroffen, haben an wichtigen Gedenktagen gemeinsam innegehalten, aber auch bei freudigen Ereignissen zusammen gefeiert. Darum ist es mir ein echtes Herzensanliegen, heute hier bei Ihnen zu sein und sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft über die 19. Kultur- und Heimattage übernommen.“

Mit Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, als acht Millionen Deutsche in der Bundesrepublik eine neue Heimat fanden, sagte Stamm: „Bedenkt man diese schlimme Ausgangssituation, so ist es umso bemerkenswerter, dass sich alle entschlossen daranmachten, am Aufbau der neuen Heimat tatkräftig mitzuwirken. Die größte Leistung, die von den Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam erbracht wurde, war die gelungene Integration dieser Millionen Menschen. Sie war eine immense Herausforderung und von Beginn an ein Gemeinschaftswerk. Alle waren bereit, sich in der neuen Heimat zu integrieren. Und dieser Prozess ist erfolgreich verlaufen“.

In Bezug auf aktuelle Entwicklungen in Europa drückte Barbara Stamm ihre Hoffnung aus, man habe aus den Fehlern und Versäumnissen der Vergangenheit gelernt: „Ziel muss ein Europa sein, das in allen Mitgliedstaaten die Menschenrechte wahrt. Ein Europa, das sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzt.“  

An ihren Kultur- und Heimattagen erinnern die Banater Schwaben an ihre angestammte Heimat, an ihren Verlust und damit auch daran, was Heimat bedeutet. /if




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