Bayerischer Landtag

Ilse Aigner bei Menschenkette um Münchner Synagoge

„Wir stehen auf gegen Antisemitismus!“

14. Oktober 2019

MÜNCHEN. Antisemitismus ehrlich benennen und endlich entschlossen bekämpfen. Das „Nie wieder“ hat sich abgenutzt - Zeit für ein neues Versprechen!
„Wir stehen auf gegen Antisemitismus! Unser Schutz für jüdische Bürgerinnen und Bürger!“ Unter diesem Motto hat die Regionalbischöfin des Kirchenkreises München-Oberbayern, Susanne Breit-Keßler nach dem Terroranschlag in Halle am Freitag zu einer Menschenkette um die Münchner Hauptsynagoge Ohel Jakob aufgerufen.  München setzt damit ein Zeichen der Einigkeit, der Solidarität und des Mitgefühls. Was in Halle geschehen sei, so Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner, sei das Gegenteil des Versprechens „Nie wieder!“ Die gesamte Gesellschaft sei gefordert. Denn der Antisemitismus hat viele Urheber, viele Gesichter.
"Wer einen Menschen rettet, der rettet die Welt – so steht es im Talmud. Und wer einen Menschen ermordet, der ermordet immer auch ein Stück von uns, von unserer Welt, unserer Gesellschaft, unserer Freiheit und unserer Demokratie", sagte Aigner. Es sei an der Zeit für ein neues Versprechen. Sie forderte schärfere Strafgesetze bei Volksverhetzung und mehr Schutz für jüdische Einrichtungen. "Übernehmen wir Verantwortung für unsere jüdischen Bürgerinnen und Bürger – für das Miteinander in unserem Land", betonte die Präsidentin des Bayerischen Landtags.

Die große Menschenkette vor der Synagoge von München | Bildarchiv Bayerischer Landtag
"Wir sind hier, um zu zeigen, dass wir zusammengehören. Wir sind eins mit unseren jüdischen Bürgerinnen und Bürgern.
Sie sind nicht allein! Das Gebet in der Synagoge ist auch uns heilig", so Landtagspräsidentin Ilse Aigner vor der Synagoge in München. | Bildarchiv Bayerischer Landtag
| Bildarchiv Bayerischer Landtag
 
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