Aigner: „Wertvoller Beitrag zu unserer Parlamentsgeschichte“

  • Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Staatsminister Markus Blume haben die Findbücher für die im Bayerischen Hauptstaatsarchiv verwahrten Bestände des Bayerischen Landtags der Öffentlichkeit präsentiert.
  • Mehrere Jahre wurden Informationen zu knapp 10.300 Akten und Bänden aus der Zeit von 1818 bis 1934 geordnet und verzeichnet.
  • Landtagspräsidentin Ilse Aigner: „Durch diese Findbücher wird Demokratiegeschichte gerade auch aus der Zeit der Weimarer Republik erkundbar – auch als Wegweiser Richtung Zukunft.“

 

MÜNCHEN.                 Bei einer Präsentation im Lesesaal des Maximilianeums haben Landtagspräsidentin Ilse Aigner und der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, die Archivinventare zu den Beständen des Bayerischen Landtags aus der Zeit ab 1818 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Akten setzen mit der ersten Sitzungsperiode nach Verkündung der Verfassung des Königreichs ein und reichen bis in die Weimarer Zeit. 

Landtagspräsidentin Ilse Aigner: „Es darf niemals in Vergessenheit geraten, dass die Institutionen der Demokratie gewachsen sind, zunächst 1818 als Zugeständnis für den Machterhalt der Monarchie, und dann auch weiterhin und immer wieder gegen Interessen und Widerstände. Und so wird auch vor dem Hintergrund der Geschichte klar, dass die demokratische Entscheidungsfindung von heute zum besten Staat geführt hat, den wir je hatten.“  Aigner dankte insbesondere den Archivaren des Bayerischen Hauptstaatsarchivs: „Die Archivare haben allen, die mit Interesse für die parlamentarischen Belange an den Start gehen, einen Wegweiser gebaut. Sie bieten allen Forscherinnen und Forschern Orientierung und leisten damit einen wertvollen Beitrag zu unserer Parlamentsgeschichte – und ermöglichen damit auch einen Fingerzeig Richtung Zukunft!“

Markus Blume, Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst: „Archive sind unser kollektives Gedächtnis: Die Überlieferung des Bayerischen Landtags von 1818 bis 1934 ist ein einzigartiges Zeugnis unserer traditionsreichen bayerischen Verfassungs- und Demokratiegeschichte. Ihre vollständige Erschließung ist ein echter Gewinn für Demokratiebildung und Identitätsstiftung in Bayern: Denn der Blick zurück ist wichtiger Gradmesser für Entscheidungen von morgen. Mein Dank gilt allen, die diese Publikation möglich gemacht haben – im Landtagsarchiv und im Bayerischen Hauptstaatsarchiv“.

Die schriftliche Überlieferung der Ständeversammlung ab dem Jahr 1818 bzw. ab 1848 des Bayerischen Landtags, der bis zur Auflösung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1934 in der Münchner Prannerstraße tagte, befindet sich seit 2004 im Bayerischen Hauptstaatsarchiv. Für das archivreife Schriftgut aus der Zeit nach der Wiedererrichtung im Jahr 1946 unterhält der Bayerische Landtag ein hauseigenes Archiv.

Die digitale Fassung der vorgestellten Archivinventare erhalten Sie auf Anfrage gerne bei der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns unter oeffentlichkeitsarbeit(at)gda.bayern.de.

Fotos von der Pressekonferenz können auf der Landtagshomepage unter „Pressefotos“ heruntergeladen werden.

(CK)

 

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