Bayerischer Landtag

Landwirtschaftsausschuss bei Internationaler Grüner Woche in Berlin

| © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Montag, 22.01.2018

Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat die internationale Grüne Woche in Berlin besucht. Alle im Landtag vertreten Fraktionen nutzten die Gelegenheit, um nationale und internationale Kontakte zu knüpfen und Fachgespräche zu aktuellen Themen mit Branchenvertretern zu führen. Der Ausschuss hat auch ein Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt geführt. Der Ausschussvorsitzenden Angelika Schorer war es dabei wichtig, bei dem Gespräch die bayerischen Anliegen an den Bund heran zu tragen.

So wurde diskutiert, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) hinsichtlich der weiteren Anwendung von Glyphosat auf nationaler Ebene vorangehen möchte. Bundesminister Schmidt berichtete, dass er eine Beschränkung oder ein Verbot von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln im Haus- und Kleingartenbereich anstrebe. In den Sondierungsverhandlungen habe man sich darauf verständigt, nach Alternativen zu Glyphosat zu forschen und den Einsatz deutlich einzuschränken.  
Auch die Afrikanische Schweinepest (ASP) und die damit verbunden Vorkehrungsmaßnahmen waren ein Thema des Gespräches. Bundesminister Schmidt wies darauf hin, dass es bisher keinen Fall von ASP in Deutschland gibt. Die Anstrengungen des BMEL seien daher darauf gerichtet, das Risiko der Einschleppung der ASP nach Deutschland zu minimieren. Der Prävention komme ein hoher Stellwert zu. Bundesminister Schmidt betonte, in erster Linie  müssten die Tierhalter selbst Maßnahmen ergreifen: Die Abschottung von Hausschweinbeständen gegenüber Wildschweinen und strikte seuchenhygienische Maßnahmen in den Ställen und beim Transport seien die wichtigsten Schritte.

Das BMEL informiere darüber hinaus in grenznahen Raststätten und an Autobahnen über Präventionsmaßnahmen, wie zum Beispiel der Vermeidung von unachtsamer Entsorgung von Wurstbroten am Straßenrand. Eine intelligente Reduzierung der Wildschweinbestände sei daneben ein weiterer Baustein wirksamer Prävention.   

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