Bayerischer Landtag

Kinderrechte: Landtag gibt Mädchen und Buben eine Stimme

Landtagspräsidentin Barbara Stamm freute sich über den Besuch der Kinder im Maximilianeum | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Donnerstag, 28. Juni 2018

„Jedes Kind hat das Recht, zu spielen und etwas zu lernen“, sagt die sechsjährige Luna aus Hofstetten und betätigt mit Feuereifer den roten Knopf ihres Mikrofons am Platz, damit sie jeder hört. Luna ist auf Einladung der Kinderkommission des Bayerischen Landtags mit 35 weiteren Mädchen und Buben in das Maximilianeum gekommen. Im Konferenzsaal erzählen sie den Mitgliedern dieses Gremiums, was sie bewegt, was sie sich wünschen und welche Erwartungen sie an die Politiker haben. Gegen Ende der Sitzung konnten die Kinder darüber sogar mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm sprechen.

Kinder und Jugendliche haben besondere Bedürfnisse in Bezug auf ihre Förderung, ihren Schutz, ihre Mitbestimmung und ihre Entwicklung. Darum hat die UNO vor mehr als 25 Jahren die UN-Konvention über die Rechte des Kindes verabschiedet. Im Bayerischen Landtag setzen sich die Mitglieder der Kinderkommission – Vorsitzende Tanja Schorer-Dremel (CSU), stellvertretende Vorsitzende Doris Rauscher (SPD), Gabi Schmidt (FREIE WÄHLER) und Gisela Sengl (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) – für die Belange von Familien, Kindern und Jugendlichen ein und geben ihnen eine parlamentarische Stimme.

Um mit Kindern ins Gespräch zu kommen, sind die vier Politikerinnen viel unterwegs, besuchen Schulen, Kindergärten und Einrichtungen in allen Landesteilen. „Heute ist es umgekehrt: Ihr kommt zu den Politikern in den Bayerischen Landtag“, erklärte Tanja Schorer-Dremel bei der Begrüßung.

Nach einer Vorstellungsrunde berichteten die Kinder von ihren Projekten, bei denen sie sich mit dem Thema „Kinderrechte“ schon intensiv auseinandergesetzt hatten. Herausgekommen waren unter anderem Bücher, in denen die Mädchen und Buben erzählen, wie es um Kinderrechte – zum Beispiel beim Leben im Dorf – bestellt ist. Wo dürfen wir Fußballspielen? Wo lärmen? Welche Spielsachen und Spielgeräte gibt es im Kindergarten? Und wie ist es um die Sicherheit auf dem Schulhof und im Straßenverkehr bestellt? Die Kinder haben sich dazu ihre eigenen Gedanken gemacht. Im Kindergarten der Dompfarrei Eichstätt sind dabei kreative Legekarten und sogar ein Hörbuch entstanden. Die Ideen und Anregungen der Kinder wurden bei der Sitzung im Landtag von einer Stenografin dokumentiert. Sie werden so in die weitere parlamentarische Arbeit der Kinderkommission einfließen. /kh

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