Bayerischer Landtag

Antrittsbesuch im Bayerischen Landtag

Landtagspräsidentin Ilse Aigner empfing brasilianischen Botschafter

Botschafter der Föderativen Republik Brasilien, S.E. Roberto Jaguaribe, und Landtagspräsidentin Ilse Aigner | Bildarchiv Bayerischer Landtag
S.E. Roberto Jaguaribe und Landtagspräsidentin Ilse Aigner beim Arbeitsgespräch | Bildarchiv Bayerischer Landtag
Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Botschafter Jaguaribe vor dem Panoramafenster des Maximilianeums | Bildarchiv Bayerischer Landtag

17. Oktober 2019

München.       Landtagspräsidentin Ilse Aigner empfing den Botschafters der Föderativen Republik Brasilien, Roberto Jaguaribe, zu seinem Antrittsbesuch in der bayerischen Volksvertretung. Im Zentrum des Arbeitsgesprächs standen neben wirtschafts- und sozialpolitischen Themen insbesondere der Umweltschutz und die enormen Herausforderungen, die sich für das südamerikanische Land auf Grund der Waldbrände im Amazonas-Regenwald ergeben. Vor seiner Berufung zum Botschafter in Berlin war Roberto Jaguaribe bereits in gleicher Funktion im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie in der Volksrepublik China und der Mongolei tätig. Begleitet wurde Jaguaribe von Botschaftssekretär Carlos Augusto Rollemberg de Resende und Ulrich Strach vom brasilianischen Generalkonsulat.

Jaguaribe war sichtlich erfreut, wieder einmal in der Stadt München zu sein, wo er schon als 15-jähriger Junge erstmals zu Gast sein durfte. Er betonte die historischen Verbindungen zwischen dem Freistaat und Brasilien, die bis in die Zeit der bayerischen Könige zurückreichen. "Mein Auftrag als Botschafter ist es, die Bande zwischen unseren Staaten zu stärken!", sagte Jaguaribe zu Beginn des Gesprächs und nannte in diesem Zusammenhang unter anderem Handel und Technologietransfer als bedeutende Felder. Das Handelsabkommen zwischen den Mercosur-Staaten und der Europäischen Union biete hier enorme Möglichkeiten. Zugleich beklagte der Botschafter die aus seiner Sicht oftmals einseitige Berichterstattung in den europäischen und auch deutschen Medien, wenn es um den Kampf seines Landes gegen Umweltzerstörungen geht. Er wies auf die Wichtigkeit einer differenzierten Betrachtung bei vielschichtigen Problemstellungen hin.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner erkundigte sich nach der brasilianischen Strategie im Kampf gegen illegale Rodungen und brachte ihre Besorgnis über die Brände im Amazonas-Regenwald zum Ausdruck: "Es kann uns in Europa nicht kalt lassen, wenn eine so einzigartige Naturlandschaft von Zerstörung bedroht ist." Aigner besuchte Brasilien während ihrer Zeit als Bundeslandwirtschaftsministerin und zeigte sich gegenüber dem Botschafter beeindruckt von der Größe und Vielfalt des südamerikanischen Landes. Jaguaribe stellte am Ende des Gesprächs seine Pläne für verschiedene Informationsveranstaltungen in Berlin vor und äußerte die Hoffnung, dafür auch Vertreter der deutschen Länder interessieren zu können. Die Landtagspräsidentin begrüßte diese Idee und betonte die Wichtigkeit eines offenen und kontinuierlichen Austausches. / pr

 

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