Ilse Aigner hisst weiße Fahnen

Landtag unterstützt Kunstprojekt zum Tag der Befreiung

Wenn Sie das Video aktivieren, werden Inhalte von JW Player geladen und dadurch Ihre u.A. IP-Adresse an JW Player übertragen.

Mehr Informationen und Datenschutz
Video aktivieren

MÜNCHEN.                75 Jahre nach dem Einmarsch der US-Truppen in München hat Landtagspräsidentin Ilse Aigner weiße Fahnen an der Westfassade des Maximilianeums gehisst. Der Bayerische Landtag unterstützt damit ein Kunstprojekt der Landeshauptstadt München, die mit diesem Zeichen des Friedens an die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert. "Der Bayerische Landtag beteiligt sich gerne an dieser Aktion - sie erinnert uns an unsere Verantwortung als wachsame Demokraten und mahnt uns zum Frieden", so Aigner.

Es sollen "Weiße Fahnen für Frieden und Freiheit" sein - und damit die Erinnerung an die Befreiung vom Nationalsozialismus in den letzten April - und ersten Maitagen 1945 wachhalten, obwohl die meisten Gedenkveranstaltungen aufgrund der Corona-Maßnahmen ausfallen mussten. Nicht nur vor dem Bayerischen Landtag sind nun die Fahnen gehisst: Auf dem Marienplatz, im Umfeld der Bayerischen Staatskanzlei und an etwa 40 weiteren Gebäuden oder Standorten in München sollen sie an das Kriegsende erinnern.

Der Bayerische Landtag begrüßt die Aktion ausdrücklich: "Gerade weil Corona eine Lücke in unsere Erinnerungskultur reißt, ist dieses sichtbare Zeichen wichtig. Die weißen Fahnen hier am Maximilianeum machen in aller Öffentlichkeit deutlich, dass wir der Verantwortung des ‚Nie wieder‘ jeden Tag aufs Neue gerecht werden müssen", sagte die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, die die Fahnen selbst in die Höhe zog.

Denn "mit dem Hissen der weißen Fahnen wurde ein Krieg beendet, der weltweit zig Millionen Menschen das Leben kostete". Es bedeutete zugleich "den Zusammenbruch des verbrecherischen Nazi-Regimes und unsere Befreiung von der größten Unmenschlichkeit in der Geschichte Deutschlands. So wurde Weiß zu einer Farbe der Hoffnung, des Neuanfangs", wie Aigner sagte.

Das Gedenkkonzept stammt von den Künstlern Wolfram Kastner und Michael Wladarsch, die auch das Hissen der Fahnen vor dem Landtag begleiteten. Dass ihre Aktion so viel Widerhall findet und nun auch die Fahnen vor dem Maximilianeum wehen, freut sie sehr: "Damit setzen wir gemeinsam mit dem Parlament ein Zeichen, das weit über München hinausreicht – für ganz Bayern.", so Wladarsch.

Am 30. April 1945 marschierte die Rainbow Divison der US-Army in München ein, mit der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 endete schließlich der Zweite Weltkrieg in Europa.

/ CK - PR

 

Randspalte

Seitenanfang