Bayerischer Landtag

Landtags-Empfang für das Filmfest München

FFF-Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein, Filmfest-Chefin Diana Iljine. Landtagspräsidentin Ilse Aigner. | Bildarchiv Bayerischer Landtag
Exklusiver Blick über München auf den Arkaden des Maximilianeums. | Bildarchiv Bayerischer Landtag
BR-Spielfilm-Chef Carlos Gerstenhauer im Gespräch mit Christoph Gröner, Künstlerischer Leiter des Filmfests. | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Freitag, 28. Juni 2019
- Von Isabel Winklbauer -

Bei herrlichem Sommerwetter öffnete Landtagspräsidentin Ilse Aigner für Münchens Filmfest die Wandelgänge in den Arkaden. Regisseure, Produzenten und Schauspieler netzwerkten bei kühlen Getränken und bester Aussicht ebenso angeregt wie Gäste der Hochschule für Film und Fernsehen, des Bayerischen Rundfunks und des FilmFernsehFonds Bayern. Und im „Landtalk“ auf der Bühne des Senatssaals hatten die Leiter des Filmfests viel Gutes zu berichten.

„Wir haben eindeutig aufgeschlossen, deutsche Produktionen verkaufen sich sehr gut im Ausland“, berichtete die Festivaldirektorin des Filmfests, Diana Iljine. „Der Produktion geht es hervorragend. Mit dem Phänomen des Neuen Deutschen Kinos waren wir kürzlich sogar in der Zeitschrift ‚Hollywood Reporter‘ vertreten.“ Ilse Aigner hatte sich erkundigt, wie es um den deutschen Film steht, aber auch, was das Filmfest in diesem Jahr vorzuzeigen hat. Und so erzählte Iljine gerne: Internationale Gäste wie Ralph Fiennes und Antonio Banderas seien in der Stadt, es gebe zahlreiche Produktionen junger Talente zu sehen und einen wunderbaren Abschlussfilm mit Emma Thompson. Zudem wies sie auf den neuen Coproduktionspreis Cine Co Pro hin, der heuer erstmals ausgelobt wird – „denn internationale Coproduktionen sind die Zukunft.“

„Die aufregendsten Zeiten seit Einführung des Privatfernsehens“

Im Anschluss stellte der künstlerische Leiter des Filmfests, Christoph Gröner, im Talk mit Gästen genauer vor, wo der deutsche Film- und Fernsehhase so hinläuft. Robin von der Leyen, Produzent der Constantin Film, verriet ihm: „Wir wissen gar nicht mehr, woher wir die Leute kriegen sollen, die drehen. Jedes Jahr werden zehn bis 15 Serien mehr verlangt von all den Büros der großen Player, die jetzt in Deutschland eröffnen: Netflix, Disney... Mit der Digitalisierung des Films erleben wir gerade die aufregendsten Zeiten seit Einführung des Privatfernsehens.“
Ein Glück, dass in dieser Lage die Filmförderung auf festen Beinen steht, wie Dorothee Erpenstein, Geschäftsführerin des Film-Fernseh-Fonds Bayern (FFF) erklärte. „Im Programm des Filmfests sind 15 Filme, die der FFF gefördert hat“, sagte sie, „diese Förderung ist ein Riesenpluspunkt für Bayern als Filmstandort.“

„Dieser Empfang fügt sich immer ganz wunderbar in den Ablauf des Filmfests“


Schließlich stellte noch Redakteur Carlos Gerstenhauer, beim Bayerischen Rundfunk zuständig für die Sendung „Kino Kino“, zwei spannende neue deutsche Produktionen vor, die beim Filmfest zu sehen sind. Zum einen empfahl er die Dokumentation „All I never wanted“ von Leonie Stade und Annika Brendl, welche die nicht immer ganz so schillernden Karrieren eines Models und einer Schauspielerin nachzeichnet. Zum andern kündigte er „Glory Days of Rock ‘n Roll“ an, einen Film über die Spider Murphy Gang, den Jens Pfeifer und Stefan Donaubauer zum 40-jährigen Jubiläum der Band drehten – auf die inneren Konflikte der Gruppe, die nach außen ja nie zu sehen waren, dürfe man gespannt sein.
Bei deftiger bayerischer Küche – ein idealer Brunch, denn das Filmfest hatte am Abend zuvor eine rauschende Eröffnungsparty gefeiert – klang die Veranstaltung aus. „Dieser Empfang fügt sich immer ganz wunderbar in den Ablauf des Filmfests“, sagte Christoph Gröner, „und wir sind ausgesprochen glücklich, hier eingeladen zu sein.“

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