Bayerischer Landtag

Baustelle für Sanierung eingerichtet

Bäume umgepflanzt oder geschützt

| Bildarchiv Bayerischer Landtag

Am Rondell zur Einfahrt in die Tiefgarage des Maximilianeums haben die Vorbereitungen für den Start der großen Basis-und Kellergeschoss-Sanierung begonnen. Die wichtigsten Fragen und Antworten lesen Sie im unteren Teil des Textes.

In den nächsten Jahren werden die unteren Geschosse neu strukturiert und energetisch-technisch generalsaniert sowie ein barrierefreier Zugang für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher geschaffen. Dieses umfangreiche Bauvorhaben ist für die zukünftige Betriebssicherheit des Maximilianeums notwendig.

Die Logistik der Baustelle wird im Wesentlichen über Westen erfolgen. Dazu bedarf es einer großen, freien Fläche für die Einrichtung der Baustelle.

Deshalb war es erforderlich, innerhalb des Rondells diverse Sträucher sowie einzelne Bäume aus dem Bestand zu entfernen. Vier große Magnolien wurden ausgegraben (nicht gefällt!) und werden in einer anderen staatlichen Liegenschaft verwendet. Die verbleibenden Bäume werden mit einem Schutzzaum auf die weitere Bautätigkeit vorbereitet.

Das Landtagsamt trägt mit erheblichem Aufwand dafür Sorge, dass Bäume durch Schutzmaßnahmen erhalten bleiben können oder verpflanzt werden.  Alle Arbeiten sind mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt. Mit Abschluss der Maßnahme in ungefähr fünf Jahren werden die Außenanlagen entsprechend neu gestaltet.

Das Landtagsamt wird an dieser Stelle regelmäßig über den Fortgang der Sanierungsarbeiten berichten.

Hier hat die Redaktion für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Bauvorhaben Maximilianeum Sanierung Keller 2 (MSK2) zusammengestellt:

 

Was genau wird saniert?

In den nächsten Jahren werden die Basis- und Kellergeschosse im Maximilianeum neu strukturiert und energetisch-technisch generalsaniert. Dabei werden die brandschutzrechtlichen Anforderungen umgesetzt. Außerdem ist geplant, einen barrierefreien und repräsentativen Zugang für die jährlich viele Tausend Besucherinnen und Besucher zu schaffen, der zugleich auch den gestiegenen Sicherheitsanforderungen entspricht.

 

Warum ist die Sanierung unbedingt notwendig?

Diese umfangreiche Maßnahme ist für die zukünftige Betriebssicherheit des Maximilianeums notwendig. Damit werden für Abgeordnete und Mitarbeiter zukunftsfähige Rahmenbedingungen geschaffen. Und gleichzeitig können wir nur so gewährleisten, dass wir unser Landtag weiterhin für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher öffnen können. Die haustechnischen Anlagen sind 40 bis teilweise 50 Jahre alt und haben damit ihre technische Lebensdauer erreicht. Zudem hat man in den vergangenen Jahrzehnten den Fokus auf die Schaffung von mehr Büroräumen im Maximilianeum gelegt, weshalb die technische Infrastruktur anzupassen und zukunftsfähig nachzurüsten ist. Bei der Sanierung geht es auch um die Verlagerung von Arbeitseinheiten, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und um die Arbeitsbedingungen für den Technischen Dienst hier im Hause zu verbessern.

 

Wie lange dauert das Vorhaben?

Die Maßnahme wird voraussichtlich fünf Jahre dauern.

 

Können die Baucontainer nicht woanders stehen, wurden Alternativen sorgsam geprüft?

Seitens des Staatlichen Bauamtes München 2 wurden sämtliche Alternativen intensiv geprüft. Weil die Bauarbeiten bei laufendem Parlamentsbetrieb erfolgen, mussten aus Platzgründen Flächen für Material und für die Baustellenfirmen außerhalb des Gebäudes gefunden werden. Die Ostseite des Landtagsgeländes wird im laufenden Betrieb benötigt und ist zudem nicht ausreichend groß. Eine Verlagerung der Baustelleneinrichtung außerhalb des Landtagsgeländes würde durch dauerhafte Überquerungen der Tramschienen sowie der Straßen ein sehr hohes Gefährdungspotential für den Verkehr und das Baustellenpersonal bergen. Zudem zeichnen sich sämtliche umliegenden Flächen ebenfalls durch einen großen, meist weitaus dichteren Baumbestand aus.

Die Baustelleneinrichtungsfläche dient allerdings nicht nur dem Aufstellen der Baucontainer, sondern ist schon allein aufgrund der notwendigen Zufahrten zur Baustelle notwendig. Der Schwerpunkt der Arbeiten über fünf Jahre hinweg liegt im Bereich der Kavernen unterhalb der Westauffahrt. Diese werden ertüchtigt und in drei Ebenen aufgeteilt, in die dann die neuen technischen Anlagen eingebaut werden. Die technischen Großgeräte können nur von dieser Seite eingebracht werden. Ebenso ist aufgrund des Materialaushubs eine Be- und Entladefläche für LKWs in unmittelbarer Nähe notwendig.

 

Wird die Baustelle sichtbar sein?

Die Baustelle wird sichtbar sein, weil die gesamte Baustelleneinrichtung im Rondell im Westen aufgestellt wird. Allerdings wird davor ein drei Meter hoher Bauzaun mit einem Tor aufgestellt werden. Dieser Zaun wird mit einem bedruckten Gewebe bespannt, das sich an die Gestaltung der Auffahrtsmauer anlehnt.

 

Wurde eine Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde eingeholt?

Selbstverständlich. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2018 und vom 25. Februar 2019 hat die Untere Naturschutzbehörde für die Fällung der Bäume und Sträucher sowie für die Entfernung der Wandbegrünung die naturschutzrechtliche Erlaubnis erteilt. Verbunden sind damit entsprechende naturschutzrechtliche Auflagen, die wir selbstverständlich einhalten. Die Maßnahme wurde mit sämtlichen Trägern öffentlicher Belange abgestimmt; alle erforderlichen Zustimmungen sowie das Einvernehmen der Stadt München liegen dem Bauamt vor.

 

Wurde der BA informiert?

Der für dieses Bauvorhaben zuständige Bezirksausschuss Au-Haidhausen wurde vom Staatlichen Bauamt München 2 informiert. Bei einem Vor-Ort-Termin wurde das Bauvorhaben vorgestellt.

 

Wurde die Vogelschutzzeit eingehalten?

Ja, die Vogelschutzzeit wurde eingehalten.

 

Konnten Bäume/ Sträucher gerettet werden?

Ja. Die noch stehenden Magnolien werden voraussichtlich im Mai/ Juni zu einer anderen staatlichen Liegenschaft in Garching (TUM Campus) transportiert und dort wieder eingepflanzt.

 

Wird es weitere Eingriffe geben?

Derzeit wird der barrierefreie Zugang im Westen geplant. Davon hängt es ab, ob noch einzelne weitere Rodungen notwendig sind. Auch dies wird selbstverständlich mit den zuständigen Stellen abgestimmt, Rodungen würden nur außerhalb der Vogelschutzzeit erfolgen.“

 

Wurde eine Anlage mit historischem Bewuchs zerstört?

Vor Rückbau der Außenanlagen wurde seitens des Bauamts ein Bauhistoriker beauftragt, der insbesondere die historische Planung der Grünanlage sowie die Entwicklungsschritte über die Jahrzehnte hinweg untersucht hat. Die Ergebnisse wurden mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt. Demnach ist die jetzt entfernte Bepflanzung historisch nicht belegt und stammt aus der Nachkriegszeit. Alle bis Ende Februar 2019 entfernten oder verpflanzten Sträucher und Bäume wurden erst nach der Fertigstellung der Tiefgarage im Jahre 1997 eingepflanzt. 

 

Wie wird das Rondell vor dem Maximilianeum nach Abschluss der Arbeiten aussehen?

Selbstverständlich wird nach Abschluss der Arbeiten das Rondell wieder bepflanzt. Es ist sogar geplant, die Freifläche tatsächlich nach den Originalplänen des damaligen Gartenarchitekten Effner zu gestalten – mit vielfältigen heimischen Pflanzen, mit dem ursprünglichen runden Brunnen und sogar mit Sitzgelegenheiten, damit die Bürgerinnen und Bürger dort – im Gegensatz zu der bisherigen Nachkriegsanlage – verweilen und das dann an den Originalzustand angelehnte Grünanlagenensemble genießen können.

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