Bayerischer Landtag

Die Außengebäude

In einem Gesamtkonzept für die beiden Außengebäude des Landtags wurden die Abgeordnetenbüros von 2011–2014 sorgfältig generalsaniert. Durch die umfangreichen baulichen Maßnahmen wurden die historischen Gebäude nun den heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit, Energieeinsparung und technischer Infrastruktur gerecht und bieten den Abgeordneten zeitgemäße Arbeitsbedingungen.


Gesamtsanierung des Gebäudes Ismaninger Straße 9

Profiliertes Wärmedämmverbundsystem | Bildarchiv Bayerischer Landtag
| © Bildarchiv Bayerischer Landtag
| © Bildarchiv Bayerischer Landtag
Neugestaltetes Treppenhaus | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Das fünfgeschossige Stadthaus aus dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde in den 1980er Jahren entlang der Unteren Feldstraße um einen viergeschossigen Anbau ergänzt. Das Gebäude wurde ursprünglich als Hotel genutzt, seit den 1970er Jahren befindet sich das Grundstück im Besitz des Bayerischen Landtags. Nach nahezu 40 Nutzungsjahren entsprachen die Räume, die innere Erschließung und die Gebäudesubstanz nicht mehr den heutigen Standards.

In dem Gebäude befinden sich nach der Sanierung 40 Büros für Abgeordnete, drei Sitzungssäle mit dazugehörigen Nebenräumen sowie eine Garage. Das Gebäude wurde umfassend energetisch saniert, die Anforderungen der EnEV 2009 werden dabei um über 30 % unterschritten. Da sich das Gebäude in unmittelbarer Nähe zu denkmalgeschütztem Gebäuden aus der Gründerzeit befindet, wurde auf die Gestaltung der Fassadendämmung besondere Sorgfalt gelegt.
Die Fassade zeigt sich nun – in der gewählten Ornamentik wie in den verwendeten Putzstrukturen – als moderne Interpretation der im Umfeld vorgefundenen Putzreliefs. Die spezifische Ausführung reagiert auf die Gegebenheiten des Gebäudes: nachdem die Dicke der Außenwände nach oben hin abnimmt, wird dies mit der Materialstärke der Wärmedämmung ausgeglichen. Diese nach oben zunehmenden Schichten des Wärmedämmverbundsystems werden zum formalen Prinzip der Fassadengestaltung.

Projektdaten
Projektleitung: Staatliches Bauamt München 2
Planung: Hild und K Architekten
Bauleitung: BM.C Baumanagement München
Bauzeit: Juli 2012–Mai 2014


Sanierung Max-Planck-Straße 5

| © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Die Münchner Max-Planck-Straße weist eine einheitliche Bebauung von Miets- und Wohnhäusern in Übergangsformen vom Spätklassizismus zur Neurenaissance auf. Das viergeschossige denkmalgeschützte Mietshaus mit putz- und stuckgegliederter Fassade wurde 1877/78 erbaut. Es besteht u. a. aus einem Vorder- und Rückgebäude, in dem in neuerer Zeit der Bayerische Landtag Appartements und Büros für die Abgeordneten unterhält.
Das denkmalgeschützte Vordergebäude wurde 2011 umfassend restauriert, saniert und einer neuen Nutzung zugeführt. Die 36 Appartements mit jeweils einem kombinierten Wohn-/Arbeitsraum, Nasszelle und kleiner Küchenzeile wurden nach 27-jähriger Nutzungsdauer grundlegend überarbeitet.

Im Erdgeschoss wurden die Grundrisseinheiten restrukturiert und eine Kindertagesstätte eingerichtet. Sie ergänzt die bereits 2011 ausgeführte Kinderkrippe im Zwischengebäude um eine weitere Gruppe. Die Außenanlagen wurden den geänderten Anforderungen entsprechend angepasst.

Projektdaten

Projektleitung: Staatliches Bauamt München 2
Planung: frank&friker Architekten
Bauleitung: frank&friker Architekten
Bauzeit: Juni 2011–Mai 2012

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