Bayerischer Landtag

Meister der Redekunst – Die Sieger des Landeswettbewerbs von „Jugend debattiert“ stehen fest

Landtagsvizepräsident Alexander Hold (Mitte) mit den Siegern des Wettbewerbs Anabel Wächter vom Gymnasium in Herzogenaurach (li.) und Joshua Steib vom Humboldt-Gymnasium in Vaterstetten | Bildarchiv Bayerischer Landtag

Montag, 08. April 2019

Ob bei Themen wie Artenvielfalt“, Bundeswehr oder einem verpflichtenden Auslandsaufenthalt für alle Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen – die bayerischen Teilnehmer am Landesfinale „Jugend debattiert“ zeigten sich als versierte Redekünstler und lieferten sich spannende rhetorische Duelle.

Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo war voll des Lobes für die „sehr klugen Argumente und die geschickte Gesprächsführung“ der jungen Rednerinnen und Redner: „Mir gefällt nicht nur der gut abgestimmte Einsatz der eigenen Redebeiträge, sondern insbesondere auch der respektvolle Umgang mit der Meinung des Gegenübers. Die Schülerinnen und Schüler haben hier sehr gut verstanden, wie Demokratie funktioniert.“

Landtagsvizepräsident Alexander Hold, der sich ebenso wie der Kultusminister an einem Podiumsgespräch beteiligte, betonte mit Blick auf die besondere Bedeutung des Wettbewerbs: „In allen Lebensbereichen sind zunehmend kommunikative Kompetenzen gefordert. Sich darin im Rahmen dieses Wettbewerbes zu messen macht nicht nur Spaß, sondern fördert gleichzeitig die politische Bildung und das demokratische Bewusstsein. Ich bin beeindruckt, welch tolle sprachliche Fertigkeiten und sicheres Auftreten die Schüler dabei an den Tag legen.“

Die beiden Erstplatzierten des Landesfinales vertreten gemeinsam mit den Zweitplatzierten jeder Altersstufe den Freistaat Bayern bei den Bundesfinaltagen von „Jugend debattiert“ im Juni in Berlin. Als Auszeichnung für ihre Leistung und zur Vorbereitung auf das Bundesfinale erhalten die Gewinner nun ein fünftägiges professionelles Rhetorik-Training. An dem Seminar nehmen auch die Siegerinnen und Sieger der anderen Bundesländer teil.

Die Finalisten im Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ in Bayern 2019:
Debatte Altersgruppe 1 (Klassen 8 bis 9/10):
1. Platz: Anabel Wächter, Gymnasium Herzogenaurach
2. Platz: Moritz Riker, Viscardi Gymnasium Fürstenfeldbruck
3. Platz: Jakob Lange, Theodor-Heuss-Gymnasium Nördlingen
4. Platz: David Callies, Werner-Heisenberg-Gymnasium Garching

Debatte Altersgruppe 2 (Jahrgangsstufen 10/11 bis 13):
1. Platz: Joshua Steib, Humboldt-Gymnasium Vaterstetten
2. Platz: Miriam Witt, Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg
3. Platz: Niklas Wolfrum, Günter-Stör-Gymnasium Icking
4. Platz: Hannah Augustin, Stetten-Institut Augsburg

Struktur des Wettbewerbs
Der Wettbewerb „Jugend debattiert“ findet auf Schul-, Regional-, Landes- und Bundesebene statt. Die Vorbereitung der Jugendlichen auf den Wettbewerb erfolgt an den Schulen im Unterricht oder in Arbeitsgemeinschaften. Bei den Debatten treten jeweils zwei Pro- und Contra-Redner gegeneinander an. Jede Debatte dauert insgesamt 24 Minuten. In der Eröffnungsrunde hat jeder der vier Teilnehmer zwei Minuten Zeit, um seinen Standpunkt deutlich zu machen. Einer freien Aussprache von insgesamt zwölf Minuten Dauer schließen sich vier Schlussworte von je einer Minute an. Die Jury achtet bei ihrer Bewertung auf die Sachkenntnis, das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit und die Überzeugungskraft der Redner.

Rund 200.000 Schülerinnen und Schüler an über 1300 Schulen beteiligen sich in diesem Jahr bundesweit bei „Jugend debattiert“. In Bayern tauschen etwa 26.000 Schülerinnen und Schüler an rund 122 Schulen im Rahmen des Wettbewerbs ihre Argumente zu verschiedenen gesellschaftspolitischen Themen aus.

„Jugend debattiert“ ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Der Landeswettbewerb in Bayern wird durch Mittel des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus finanziert und maßgeblich durch den Bayerischen Landtag unterstützt.

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