Bayerischer Landtag

Landtagspräsidentin Ilse Aigner besucht NS-Dokumentationszentrum München

Gedenken an Georg Elser und Jahrestag der Reichspogromnacht

NS-Dokumentationszentrum München | Bildarchiv Bayerischer Landtag
Landtagspräsidentin Ilse Aigner vor der Informations- und Gedenktafel für Georg Elser im NS-Dokumentationszentrum München | Bildarchiv Bayerischer Landtag
Ilse Aigner und Dr. Mirjam Zadoff | Bildarchiv Bayerischer Landtag
Landtagspräsidentin Ilse Aigner im Gespräch mit der Direktorin des NS-Dokumenationszentrums Dr. Mirjam Zadoff | Bildarchiv Bayerischer Landtag
Landtagspräsidentin Ilse Aigner bei der Besichtigung der Sonderausstellung "Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge" | Bildarchiv Bayerischer Landtag
Landtagspräsidentin Ilse Aigner im NS-Dokumentationszentrum München | Bildarchiv Bayerischer Landtag

8. November 2019

MÜNCHEN.        Anlässlich des 80. Jahrestages des gescheiterten Hitler-Attentates durch Georg Elser am 8. November 1939 und des Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November besuchte Ilse Aigner das NS-Dokumentationszentrum in München zu einem Austausch mit der Direktorin des Hauses, Dr. Mirjam Zadoff. Die Landtagspräsidentin betont: „Das Gedenken an den 9. November 1938 und die Auseinandersetzung mit den Stimmungen und Einstellungen der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts sind von großer Bedeutung. Denn Erinnern an die Vergangenheit und Handeln in der Gegenwart sind untrennbar miteinander verbunden. Wer sich weigert, aus der Vergangenheit zu lernen, droht, Fehler zu wiederholen und wird zu einer Gefahr für die Zukunft.“

Der 9. November ist ein Schicksalstag in der deutschen Geschichte. Er symbolisiert die Hoffnungen der Deutschen, aber auch den Weg in das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte. „Der 9. November wird immer vor allem mit der Reichspogromnacht des Jahres 1938 verbunden sein. In dieser Nacht wurde das Tor zu Auschwitz aufgestoßen. Erschreckend ist, dass diese Nacht und diese Tage im November 1938 ein Testlauf waren. Mit dem folgenschweren Ergebnis, dass die Nazis sahen, dass sich ihnen niemand in den Weg stellen würde. Wir müssen uns der Frage stellen: Wie konnten die Menschen solche Verbrechen aus und in ihrer Mitte zulassen?“, so Aigner. Auf dem Programm des Besuchs der Landtagspräsidentin standen auch eine Führung durch die Dauerausstellung des Dokumentationszentrums sowie eine Besichtigung der aktuellen Wechselausstellung „Die Stadt ohne. Juden Ausländer Muslime Flüchtlinge“, die noch bis 10.11.2019 im Haus am Max-Mannheimer-Platz 1 zu sehen ist.

Das NS-Dokumentationszentrum befindet sich auf dem Gelände des „Braunen Hauses“, der einstigen Parteizentrale der NSDAP. Der Ort steht symbolisch für den Aufstieg der Partei und ihren totalitären Machtanspruch. Mit dem NS-Dokumentationszentrum erhält er eine neue Bestimmung als offener und lebendiger Ort der Information und Diskussion. Es erinnert an die Verbrechen der NS-Diktatur und setzt sich mit ihren Ursachen, Ausprägungen und Folgen bis in die Gegenwart auseinander. / pr

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