Spenden für digitales Equipment

Vor allem soziale Einrichtungen haben durch die Corona-Krise viel höhere Betreuungsausgaben. Spenden des Landtags sollen die Mehrkosten ausgleichen. Das Präsidium besucht drei Einrichtungen und informiert sich darüber, wie das Geld den Kindern hilft.

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11. August 2020

Sascha Seider besucht seit zwölf Jahren das heilpädagogische Zentrum der Lebenshilfe in Amberg-Sulzbach und führte gemeinsam mit seinem Schulfreund Simon Kraus das Präsidium durch die verschiedenen Räume. „Es ist toll zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder und Jugendlichen zusammen spielen und sich gegenseitig helfen“, sagte Landtagspräsidentin Aigner. Die Mitarbeiter des Zentrums betreuen rund 200 Kinder mit dem Förderbedarf geistige Entwicklung und planen die digitale Austattung mit einer Spende des Landtags von 45.000 Euro aufzustocken. „Unterstützte Kommunikation ist bei uns ein großes Thema, um Kinder mit sprachlichen Schwierigkeiten zu helfen. Jetzt bauen wir den Unterricht mit Tablets als Lernplattform auch für andere Fächer wie Mathe und Schreiben weiter aus“, erklärt Michael Schaffer, Leiter der Tagesstätte.

Rummelsberger Diakonie: Lernen mit Laptops

Jennifer Rohr läuft am Tag oft 14 km – nicht etwa beim Joggen, sondern allein während ihres Arbeitstages auf dem Gelände der Rummelsberger Diakonie in Schwarzenbruck im Nürnberger Land. Als Leiterin des pädagogisch-therapeutischen Intensivbereiches betreut sie mit weiteren 60 Angestellten der Einrichtung insgesamt 31 junge Männer im Alter zwischen 11 und 16 Jahren. „Wir sehen uns als „Herzwerker“. Das heißt, dass wir hier alle sehr viel Herzblut mit in die tägliche Arbeit einbringen“, sagt sie. Das pädagogische Konzept und das Engagement der Mitarbeiter beeindruckten Aigner und Vizepräsident Karl Freller. Sie überreichten einen Scheck von über 40.000 Euro stellvertretend für das Präsidium des Bayerischen Landtags. Das Geld soll in die digitale Ausstattung der Jugendlichen investiert werden. „Wir können damit unser Home-Schooling verbessern und den Laptop auch zum Skypen mit der Familie nutzen, sollte es noch einmal zu einer Ausgangssperre kommen“, sagt Tim Schneider, der bereits seit einem Jahr in einer der fünf Wohngruppen lebt.

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Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF): Lernen mit Laptops

In der Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Amberg setzen die rund 30 hauptamtlich beschäftigten Pädagoginnen und weitere Ehrenamtliche ebenfalls auf Lernerfolge mithilfe digitaler Medien. „Wir beraten Kinder, Familien und Frauen und werden das Spendengeld darin investieren, Kinder aus sozial benachteiligten Familien mit digitalen Endgeräten auszustatten. So können sie auch im Home-Schooling besser lernen“, sagt Andrea Graf, Geschäftsführerin des SkF Amberg.

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Woher kommt das Geld?

Da durch die Corona-Krise der Tag der Offenen Tür, der Sommerempfang in Schleißheim und zahlreiche Abendveranstaltungen in diesem Jahr ausfallen, werden die dafür vorgesehenen Mittel zum Teil eingespart. Einen großen Teil davon – eine Million Euro – hat der Bayerische Landtag daher an Sternstunden e.V. gespendet. Das Präsidium des Landtags wählte Sternstunden e.V. aus, weil der Verein garantiert, dass alle Spenden ohne Abzug in Projekte ausgewählter und kontrollierter Träger investiert werden. Die Einrichtungen, mit denen Sternstunden zusammenarbeitet, haben jeweils Kriterienkataloge für die Vergabe der Finanzmittel und ermöglichen es, dass die Hilfe bei Menschen in allen Regierungsbezirken Bayerns ankommt.

Ein weiterer Empfänger ist der Verein Clean Projekt Neuhausen e.V. in München, der Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien Struktur, Rückhalt und Vorbilder gibt. Landtagspräsidentin Aigner hatte sich das Projekt im Juni angeschaut - hier kommen Sie zum Beitrag über die Lernhilfen fürs Leben.

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