Bayerischer Landtag

25.10.2010 - Großes Kino im Bayerischen Landtag: "Der große Kater" feierte seine Deutschlandpremiere

Bild: Auf dem roten Teppich: Landtagspräsidentin Barbara Stamm (Mitte) mit v.l. Edgar Selge, Christiane Paul, Prof. Klaus Schaefer, Bruno Ganz, Moritz Möhwald, Marie Bäumer und Dietmar Güntsche | Foto: Rolf Poss
Auf dem roten Teppich: Landtagspräsidentin Barbara Stamm (Mitte) mit v.l. Edgar Selge, Christiane Paul, Prof. Klaus Schaefer, Bruno Ganz, Moritz Möhwald, Marie Bäumer und Dietmar Güntsche | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Großes Kino im Bayerischen Landtag: Vor 700 Gästen aus Politik und Gesellschaft erlebte der Film „Der große Kater“ am Montagabend im Maximilianeum eine glanzvolle Deutschlandpremiere. Unter Blitzlichtgewitter schritten die vier Hauptdarsteller über den roten Teppich, der eigens für dieses Ereignis ausgerollt worden war: Bruno Ganz, Marie Bäumer, Christiane Paul und Edgar Selge. Mit dabei war auch der Schweizer Autor Thomas Hürlimann. Sein Bestsellerroman „Der große Kater“ hatte den Stoff für den gleichnamigen Film geliefert, der am 28. Oktober 2010 in die deutschen Kinos kommt. Er lässt die Zuschauer an 24 entscheidenden Stunden im Leben eines Spitzenpolitikers teilhaben. Dieser muss sich entscheiden zwischen der Staatspflicht, der Verantwortung für seinen todkranken Sohn und seiner Frau.

Eindrücke von der Deutschlandpremiere im Maximilianeum 

Nach der Deutschlandpremiere im Bayerischen Landtag: `Der große Kater` kommt am 28. Oktober 2010 in die deutschen Kinos. | Foto: Rolf Poss
Empfang im Steinernen Saal vor der Filmaufführung. | Foto: Rolf Poss
Während des Filmabends illuminierte die Firma Arri München die Westfassade des Maximilianeums. | Foto: Rolf Poss
Die Gastgeberin, Landtagspräsidentin Barbara Stamm begrüßte die Kinogäste im Maximilianeum. | Foto: Rolf Poss
Der richtige Film im richtigen Haus, sagte Hauptdarsteller Bruno Ganz. Im Hintergrund: die Schauspielerinnen Christiane Paul (links) und Marie Bäumer. | Foto: Rolf Poss
Blick ins Publikum: Der Senatssaal war voll besetzt. Der Film wurde deshalb zusätzlich in den Plenarsaal übertragen. | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit Hauptdarsteller Bruno Ganz | Foto: Rolf Poss
Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit Pressesprecherin Heidi Wolf (rechts) und Markus Aicher, Leiter der Kino-Redaktion beim Bayerischen Rundfunk. | Foto: Rolf Poss
Blitzlichtgewitter: Die Deutschlandpremiere im Maximilianeum stieß auf große Resonanz bei den Medien. | Foto: Rolf Poss

Abgeordnete kommen mit Filmschaffenden ins Gespräch, Studentinnen und Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film München können den Politikern ihre Arbeit präsentieren: Das ist der Sinn der Veranstaltungsreihe „Kino im Landtag“, die im Februar 2010 mit „Nanga Parbat“ begonnen hat. Zum zweiten Mal öffnete sich jetzt das Maximilianeum für einen medienpolitischen Diskurs. Schließlich sind es die Abgeordneten, die auch über die Filmförderung entscheiden. „Die Deutschlandpremiere des Films „Der große Kater“ hier im Bayerischen Landtag muss nicht besonders gerechtfertigt werden, denn sein Inhalt ist von hoher politischer Relevanz und passt perfekt in ein Parlament“, betonte Landtagspräsidentin Barbara Stamm in ihrer Begrüßungsrede. „Ein wichtiger Film in Zeiten, in denen Politiker oft mehr an ihrer öffentlichen Wirkung als an ihrem konkreten Handeln gemessen werden“, zitierte Stamm aus der Wertung der Jury, die den Film im Januar 2010 mit dem Produzentenpreis des Bayerischen Filmpreises ausgezeichnet hat.

Produzent Dietmar Güntsche ist erfolgreicher Absolvent der Hochschule für Fernsehen und Film München. Diese unterstützt gemeinsam mit dem FilmFernsehFonds Bayern das Projekt „Kino im Landtag.“ HFF-Präsident Professor Gerhard Fuchs zeigte sich mehr als angetan von der Initiative der Landtagspräsidentin, den Abgeordneten Beispiele großen Filmschaffens ins Haus zu bringen. Ein aktueller Kurzspielfilm der „Talentschmiede HFF wurde bei der Deutschlandpremiere „Der große Kater“ als Vorfilm gezeigt: „Softskills“ von Max Fey – wie das Leben eines jungen Mannes plötzlich außer Kontrolle gerät.

Eine Reihe von Sponsoren hatten dazu beigetragen, „Kino im Landtag“ zu einem Erlebnis zu machen. Mit aufwändiger Technik waren der Senats- und der Plenarsaal in Kinosäle verwandelt worden. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten in unglaublich opulenten Bildern ein politisches Ränkespiel: „Der große Kater“, wie der Schweizer Staatspräsident genannt wird, ist auf dem Höhepunkt seiner politischen Laufbahn angekommen, aber es läuft nicht gut für ihn. Seine Ehe ist am Zerbrechen, seine politischen Entscheidungen sorgen für offene Anfeindung von Seiten der Bevölkerung und der eigenen Parteigenossen. Der achtjährige Sohn liegt in einer Berner Krebsklinik und ahnt nicht, dass der Traum vom familiären Strandurlaub für ihn nie mehr wahr werden wird. – Bruno Ganz spielt brillant diesen politischen Machtmenschen, brillant sind alle Hauptrollen besetzt.

Nur Ulrich Tukur konnte zu der Deutschlandpremiere im Landtag wegen anderer Termine nicht kommen, aber die anderen waren alle da: Bruno Ganz, Marie Bäumer, Christiane Paul und Edgar Selge. Film trifft Wirklichkeit – unter diesem Motto fand am Ende noch eine Gesprächsrunde mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm, den Schauspielern und dem Autor Thomas Hürlimann statt. „Wie viele Leben hat ein Politiker, wie viele Höhen und Tiefen kann man aushalten?“, wollte Moderator Wolfgang Vichtl wissen, Leiter der Redaktion Politik beim Bayerischen Rundfunk (Hörfunk).

Es war ein bewegender, spannender Kinoabend, der mit angeregten Gesprächen bei einem Empfang im Steinernen Saal endete. Das Schweizer Generalkonsulat verabschiedete die Besucher mit Geschenktüten nach Hause. Generalkonsulin Ursula Aaroe hatte das Projekt „Der große Kater“ im Landtag von Anfang an unterstützt, stammt doch der Stoff für den Film von den Eidgenossen. FFF-Geschäftsführer Klaus Schaefer war tief beeindruckt: „Der Kinofilm ´Der große Kater´ war von seinem Inhalt her prädestiniert für eine Vorführung in diesem außergewöhnlichen politischen Rahmen. Mit seiner herausragenden deutsch-schweizerischen Besetzung ist er ein Beispiel für die gute filmische Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum“, ist Schäfer überzeugt. Mit ihm drücken nach dem Erlebnis im Landtag viele Menschen die Daumen, dass der Film in Deutschland erfolgreich läuft!/hw

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