Die Bildwerke des nördlichen Risalits

Wittelsbacher Hausvertrag von Pavia

Das mittlere Giebelmosaik des nördliche Risalits führt als vorbildliche staatsmännische Leistung den Wittelsbacher Hausvertrag vor Augen, der zwischen Kaiser Ludwig IV., dem Bayern, und seinen beiden Neffen, den Pfalzgrafen Rudolf II. und Ruprecht I., 1329 zu Pavia in der Lombardei geschlossen wurde. In ihm wurde die Trennung der wittelsbachischen Territorien in das Herzogtum Bayern und die Pfalz bei Rhein vollzogen: die Pfalz wurde der rudolfinischen, Bayern der ludowizischen Linie der Wittelsbacher zugesprochen. Zugleich wurde vereinbart, dass bei Aussterben der einen Linie die andere deren Territorien und Rechte erben sollte. Dieser Fall trat 1777 ein, als Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz das Erbe beider Linien des Hauses Wittelsbach in “Churpfalzbaiern” wieder zusammenführte.

Im Maximilianeum hängt im Vorraum der Pfalzstube eine Ölskizze von Michael Echter, die als Vorlage für dieses Mosaik diente.

Hilfsmittel der Wissenschaften

Die seitlich abgebildeten Hilfsmittel der Wissenschaften (Globus, Bücher) nehmen Bezug auf den Bilderzyklus des darunter befindlichen Saals Akademiesaals.

Der Schöpfer dieser Fassadenbilder war der Münchner Michael Echter (1812-1879), einer der ersten und besten Illustratoren der Wagnerschen Tondichtungen.

Randspalte

Der Außenbau und seine Bildwerke

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